gen Ausgang dieſer Promenade geſehen. In dem Herrenhauſe kannte man ihn noch nicht. 8 .
Es war im Monat November 1838; der Tag, welcher trübe und nebelig geweſen, neigte ſich allmälig; in dem ge⸗ waltigen Kamine der Schloßküche flackerte ein großes Feuer von Buchenholz.
Ein niederländiſcher Maler würde ein treffliches Sujet in der Scene gefunden haben, die wir zu ſchildern verſuchen wollen.
Ein einziges langes und ſchmales Fenſter mit kleinen in Blei eingefaßten Scheiben erhellte die große mit Kalk geweißte Küche; die Mauern waren ſo dick, daß man in die Fenſterver⸗ tiefung einen Tiſch, eine kleine Truhe von glänzendem Nußbaum⸗ holze und einen alten mit Leder überzogenen Stuhl mit hoher Lehne hätte ſtellen können.
In dieſem Lehnſtuhle ſaß die alte Ann⸗Jann, die Amme Ewen's von Ker⸗Ellio, ſpann und rauchte dabei aus ihrer thönernen Pfeife, wie es viele ihrer Landsmänninnen in Armo⸗ rika zu thun pflegen.
Der Tag neigte ſich mehr und mehr; außer der noch be⸗ leuchteten Silhouette, welche das charakteriſtiſche Profil der Ann⸗Jann auf dem durchſichtigen Fenſter bildete, war ihre ganze übrige Geſtalt in Dunkel gehüllt. Ann⸗Jann trug eine ziemlich weiße, dicht um die runzelige Stirn anliegende Haube; der Schnitt ihres Leibchens von blauem Tuche mit ſilbernen Knöpfen und ihres Rockes von grobem braunem Wollenzeuge, der ſchar⸗
lachroth beſetzt war, hatte ſich ſeit vierzig Jahren nicht geändert.
Das Dunkel, das in der Küche immer dichter wurde, kämpfte mit dem hellen Lichte des Feuers, das auf den Granit⸗ platten des Fußbodens zitterte, und einen röthlichen Widerſchein auf einen Tiſch von maſſivem Eichenholze und auf einen An⸗ richteſchrank mit ſehr rein gehaltenem Porzellan und Zinnge⸗ ſchirr warf. Einige ſehr anſpruchsloſe, grob colorirte Holz⸗ ſchnitte, welche durch vier Nägel an den Wänden befeſtigt waren, ſtellten die Portraits der Schutzheiligen der Bretagne vor, den heiligen Guchenok, den heiligen Hennok und den heiligen Goul⸗ venn. Der größte, der am ſorgfältigſten colorirte dieſer Holz⸗
ſchnitte ſtellte die Kapelle von Falgvat dar, die durch Saléuns
Einſiedlerleben ſo berühmt iſt. In einer Art Heiligenſchein


