Teil eines Werkes 
1. Band, Therese Dunoyer : 1. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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Neugierde und Entſetzen zugleich. Bisweilen mildert ein tr riges und ſanftes Lächeln ſeine harten Züge. 3

Der Lootſe hat die erſte Strophe ſeines ſchauerlichen Liedes beendigt und Ewen ſpricht zu ihm in demſelben Dialecte in welchem der Alte ſang:

Du haſt mir angezeigt, es käme die Stunde, in welcher ich mein Schickſal erfahren könnte. Mein Verſtand ſagk mir zwar, daß Du das, was den andern Menſchen verborgen iſt, auch nicht kennſt; er ſagt mir, daß Du Dein Spiel mit mir treibſt, daß Du mich täuſcheſt, und doch bin ich ſchwach genug, Deine Worte mit ängſtlicher Spannung zu erwarten. Warum behaupteſt Du, nur auf dem Meere könnteſt Du mir die Zukunft enthüllen? Sprich, rede! Der Sturm nahet; bald werden wir nur daran denken müſſen, wie wir das Boot lenken ſollen, wenn wir nicht untergehen wollen.

Mor⸗Nader ſang fort, als ſollte ſein Lied die Antwort ſein auf die Fragen Ewen's von Ker⸗Ellio.

Deuz fors pétra a choarvézo,

Pez a z0 dléet, a vézo;

Red è d'aun holl mervel tar gwes, Kent évid arzao enn-divez.

Gleichgiltig iſt's, was auch geſchehen mag, Denn was geſchehen ſoll, geſchieht;

Wir alle müſſen dreimal ſterben,

Bevor wir ganz zur Ruhe gehn.

Verkündigeſt Du mir einen nahen Tod? fragte Cwen.

Was kümmert's Dich? bin ich nicht ein Betrüger? äntwortete der Alte mit finſterem Spotte.

Rede! Rede!

Nein, nein, ich bin ja ein Lügner; nein, nein, ich ſche auf der Stirn des Menſchen das Zeichen ſeines nahen Todes nicht.

Wirſt Du reden?

Wenn ich Dir nun auch ſagte: Ewen von Ker⸗Ellio, verrichte Dein Gebet, im nächſten Augenblicke wird Dich das Meer verſchlingen; was hülfe es? Du würdeſt mir doch nicht glauben. Ich ſage alſo lieber: Ewen, Dir ſteht ein kanges

glückliches Leben bevor; Du wirſt eine Frau finden, die ſanft