Teil eines Werkes 
2. Band, Therese Dunoyer : 2. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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ſich, aber durch eine unwiderſtehliche Macht wird man nach dem Abgrunde hingezogen. Der Tod iſt da und man wird von dem Tode verſucht.

Die ſtärkſten Geiſter fühlen oft ein unwilltührliches Be⸗ ſtreben, die Vorherſagungen zu rechtfertigen, die ſie bedrohen. Vielleicht finden wir eine Art trauriger Genugthuung darin, uns zu Helden und Märtyrern einer Wunderſage zu machen.

Dieſe traurige Unterhaltung wurde von Neuem durch ein langes Schweigen unterbrochen, in welchem man das Toben des Sturmes hören konnte.

Er erſchütterte das Haus bis zu den Grundmauern.

Die Lampe und das Feuer verbreiteten ein mattes Licht.

Der Mond blickte von Zeit zu Zeit aus den Wolken her⸗ vor, die der Wind am Himmel hinjagte, und er warf ſeine bleichen Strahlen durch die Fenſter herein.

In der Ferne, auf dem Thurme der Kirche des Abbé von Kerouellan, ſchlug die Mitternachtsſtunde.

Der gute Rector, der die Angſt nicht F konnte, die er um Ewen fühlte, betete.

Er betete allein.

Les⸗en⸗Goch und Ann⸗Jann beteten auch.

Dieſe alten Diener, auf welchen die Brohungen Mor⸗

flungsvolle Trauer Ewens und T Thereſens während des ſſens bemerkt.

Beide beteten knieend für ihren Herrn und für deſſen Gattin.

Es war ein entſetzlicher Anblick, Thereſen und Ewen zu ſehen, die mit Todesgedanken, mit ſo ſchrecklicher Kaltblütigteit über ihre Lage nachdachten.

Der Sturm verdoppelte ſeine Wuth.

Gewaltige Windſtöße, mit Regen untermiſcht, fuhren durch den Schornſtein herein und verlöſchten das Feuer.

Ewen und ſeine Frau blieben in düſteres Sinnen ver⸗ ſunken. Endlich brach Thereſe das Schweigen und ſagte mit traurigem Lächeln zu Ewen:

Wie ſeltſam iſt der Flug unſerer Gedanken! Weißt Du, woran ich jetzt denke?

Sage es mir, Thereſe? Thereſe Dunoyer II. 10

bereits einen tiefen Eindruck gemacht, hatten die düſtere