Teil eines Werkes 
2. Band, Therese Dunoyer : 2. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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Ich wollte, es wäre ſchon morgen. Bisweilen nur kommt mir ein Gedanke

Welcher?

Den Selbſtmörder trifft ewige Verdammniß.

Wir tödten uns ja nicht. Mor⸗Nader ſchlägt uns eine Spazierfahrt auf dem Meere vor, wir nehmen es an

Allerdings, wir wollen den Caſuiſten eine inter⸗ eſſante Frage zu erörtern hinterlaſſen, ſagte Ewen mit trauri⸗ gem Lächeln.Unſere Bürde iſt zu ſchwer, ein Vorüber⸗ gehender nimmt ſie uns ab, das iſt Alles

fügen wir ein Leid zu, Ewen? Niemandem.

Niemandem, Thereſe.

Du haſt mir edelſinnig Deine Hand gegeben, um die Zukunft des armen Kindes zu ſichern, das nicht mehr iſt; ich habe Dich geliebt 6 liebe Dich wie den Sirtüchſen Bruder, und doch welches Leben führen wir!

Ein elendes, ſehr elendes.

Die Freundſchaft vermochte uns nicht zu tröſten. Ich fühle noch dieſe Stunde ſo ſchmerzlich als jemals den Verrath des Mannes, dem ich Alles geopfert habe. Er war ein Niederträchtiger und doch kann ich ihn nicht vergeſſen. Du liebſt mich und trotz Deiner liebenswürdigſten Hingebung kann ich Dich nicht lieben, wie einen Geliebten das Schickſal will es ſo was können wir thun?

Was wir thun, Thereſe. Jenes unglückliche! nd feſſelte Dich an das Leben, durch Dich band es auch mich; ſein Tod hat unſere letzten Hoffnungen zertrümmert. Seit je⸗ nem traurigen Ereigniſſe haben wir uns nichts verheimlicht. Grauſame, bittere Geſtändniſſe! Wir haben einander Alles geſagt, Alles, unſere Sehnſucht, unſere unheilbare Schwäche,

unſere Scham, nur Leid in unſerer Verbindung zu finden und

dem Kummer über eine unmögliche Liebe zu unterliegen. Wir haben uns mit einer Art Freude, mit kaltem Blute zur Verzweiflung getrieben. Schwäche unſerer Natur! Es fehlt uns die nöthige Energie, unſere Lage zu nehmen wie ſie iſt, unſern Schmerz Gott vorzultgen und ue trauriges Leben, ge⸗ ſtützt auf einander, fortzuſetzen.

Warum. auch leben? ſprach herſe;Du kannſt Deine Liebe zu mir nicht unterdrücken, ich kann jenen Mann nicht ver⸗