Teil eines Werkes 
2. Band, Therese Dunoyer : 2. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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Er reichte ihm liebevoll die Hand.

Der Herr von Ker⸗Ellio drückte ſie zärtlich; er war nahe daran, in die Arme des Abbs zu ſinken, aber er that ſich Zwang an, denn er fürchtete den Argwohn des Alten von Neuem zu wecken.

Der Abbé entfernte ſich.

Ewen ging lange aufgeregt auf und ab.

Die Nacht kam und mit der Nacht erhob ſich der Wind.

Um ſechs Uhr meldete Les⸗en⸗Goch ſeinem Herrn, daß der Tiſch gedeckt und daß aufgetragen ſei.

Ewen fand Thereſen in dem Speiſeſaale. Das Mahl war von kurzer Dauer und ſtill; Beide fühlten ſich unbehaglich.

Thereſe und Ewen begaben ſich nach Tiſche in das Zimmer, in welchem der Abbé von Kerouellan die Unterredung mit dem Herrn von Ker⸗Ellio gehabt hatte.

XIH. Geſtändniſſe.

Das Zimmer war mit dunkelrothem Zeuge ausgeſchlagen; die Fenſter ſahen auf das Meer; eine Schirmlampe verbreitete in dem weiten Raum nur ein ſchwaches Licht.

Der Wind pfiff und nahm an Heftigkeit zu; von weitem hörte man das eintönige Rauſchen der Wogen, die an der Küſte zerſpritzten. Der Regen ſchlug an die Fenſter und der Wind heulte durch die langen Gänge des Schloſſes.

Ewen und ſeine Frau ſaßen vor dem Kamine und ſchienen

in tiefe Gedanken verſunken zu ſein. Ewen ſtützte die Stirn auf ſeine Hände.

Thereſe ſaß bleich, abgehagert, mit ſtierem Blicke, geſenkten Hauptes, die Hände auf den Knieen übereinandergelegt, voll⸗ kommen bewegungslos da.

Man hätte ſie für die Statue des Schmerzes halten können.