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— „Es iſt mir ein ſo großes Bedürfniß, Dir zu glauben, mein lieber Sohn; ja, ich verlange nichts, als Dir zu glauben. Du haſt vielleicht Recht, ich fürchte mich ohne Grund, indeß ich weiß nicht, welche unbeſtimmte Ahnung, die Anweſenheit jenes Mor⸗Nader — Aber, Gott ſei Dank! ich habe meinen Plan; ſchon von morgen an ſoll uns der alte Narr nicht mehr beun⸗ ruhigen — Wie ich aber vergeſſen bin! Eben als ich in mein Haus zurückkam, erhielt ich einen Brief von einem Freunde in Rennes, der mir ſchreibt, die Angelegenheiten Deines Schwie⸗ gervaters verwirrten ſich mehr und mehr und er habe ſeine Zahlungen eingeſtellt. Ich weiß nicht, wie Du mit ihm ſtehſt, jedenfalls wird Dich dieſe Nachricht intereſſiren.“
„Ich danke Ihnen; ich habe zum Glück bei Zeiten meine Gelder zurückgezogen und übrigens kommt nichts darauf an,“ ſagte Ewen unwillkührlich.
— „Wie? es kommt nichts darauf an?“ fragte der Abbé; „mehr als zweimalhunderttauſend Franes, über ein Drittel Ihres Vermögens!“
„Ich wollte ſagen, daß, da das Geld ſicher angelegt iſt, wenig daran liegt, ob Herr Dunoyer Bankerott macht, — ohne Zweifel, weil es in der Familie einmal ſo herkömmlich iſt.“ 3
— Sie haben mich wieder etwas beruhigt, Ewen, und ich gehe zufrieden fort. Morgen gehe ich aber nach Pont⸗Croir wegen des alten Narren, den ich eben ſchon im Voraus gezüch⸗ tigt habe, gerade wie ich es gethan haben würde —, als ich Soldat war.“
„Und was wolken Sie thun?“
— „„Sie ſind ein eben ſo großer Thor, daß Sie den Elen⸗ den in Schutz nehmen; ich werde es Ihnen ſagen, wenn es ge⸗ ſchehen iſt, morgen, — wenn ich bei Ihnen eſſen darf.“
„Gewiß, es wird uns eine große Freude ſein,“ ſagte Cwen mit einiger Verlegenheit, die aber dem Rector entging. „Für heute Abend halte ich Sie nicht zurück, weil Thereſe etwas unwohl iſt.“
— „Ich bin wie ein Kind,“ ſagte der Alte, „ein Nichts „ vertreibt meine trüben Ahnungen und läßt mich hoffen. Ich gehe faſt ruhig fort — Auf Wiederſehen alſo, Morgen! Aber ich werde noch oft, das ſage ich Ihnen, auf dieſen Punkt zurück⸗ kommen — Leben Sie wohl; auf Morgen, mein lieber Ewen!“


