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hofft, daß er aber, nachdem ich verſtoßen worden, nicht mehr daran denke mich zu heirathen und nur wegen meiner traurigen Lage noch einige Rückſicht auf mich nehme. Das war nicht Alles — wie ſoll ich wagen? —
— „Muth! Muth!“
Es iſt mir als falle die Schande Montal's auch auf mich. — Ich habe einen ſolchen Menſchen geliebt — ach! und — verachten Sie mich! — ſehne mich nach der Zeit zurück, in welcher ich an ſeine Liebe glaubte. — Es wird eine Büßung mehr ſein.
— „Nun?“
Dieſes Mädchen, Wlle. Julie, erzählte mir und ihr Zorn verdoppelte ſich dabei, drei S vorher ſei Montal in Thränen zu ihr gekommen und habe ſchluchzend ihr mitgetheilt, ich ſei
bben niedergekommen, er hab ſein Letztes für mich aufgewendet
und ſpreche nun den Edelmuth Juliens an, damit ſie ihm tauſend Thaler leihe, die er anwenden wolle, um mich und mein Kind für einige Zeit vor Noth zu ſichern.
— „Dieſer Menſch beſitzt aber eine empörende raffinirte Niederträchtigkeit!“ rief der Herr von Ker-Ellio in höchſtem Unwillen aus; „das iſt die Heuchelei in der tiefſten Entwürdi⸗
gung.“
Die Thränen Montal's waren ſo künſtlich wahr erheuchelt, er ſchilderte meine traurige Lage ſo beredt, daß er die Theil⸗ nahme des Mädchens erregte, deren Nebenbuhlerin ich geworden war, und daß ſie trotz ihrem Geize (ſie geſtand es ſelbſt) das Geld Montal gab, der, wie ſie ſagte, durch die Schilderung meiner Leiden während der Schwangerſchaft ſie gleichſam be⸗ zaubert habe.
— „Welche Schmach! Mein Gott, iſt es möglich? — Zum Glück nahet dieſe häßliche Geſchichte ihrem Ende.“
Das Geld, welches Montal ſeinen Worten nach für mich geliehen, hatte et zu einer Reiſe beſtimmt, die er machen wollte, um zu derß Frau von Beauregard zu gelangen, welche vor einigen Tagen abgereiſt war. So meinte wenigſtens Mlle. Julie. Die Entfernung aller Meubles aus der Wohnung Montal's recht⸗ fertigte dieſe leider nur zu wohl begründete Beſorgniß.
Mlle. Julie hatte den Tag vorher erfahren, und ſie theilte
mir es mit, daß Montal ſeit vier bis fünf Monaten der Frau
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