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„Mutter, ſieh aus dem Himmel hernieder und ſegne un⸗ ſern Bund.“ Dann trieb er die gehäſſige Comödie ſo weit, daß er an
einen Finger Thereſens einen Ring (den er früher Juüien gegeben
hatte) ſteckte in bewegtem Tone, mit Thränen in den Au⸗ gen, ſagte:
„Thereſe, ich habe in meiner Armuth noch ein unſchätz⸗ bares Kleinod, — den Ring, den mir meine arme Mutter auf ihrem Sterbebette mit ihrem Segen gab. Dieſer heilige Ring möge das Pfand unſers Gelübdes ſein!“
— „Ach, Sie lieben mich wie ich Sie liebe —, da Sie mir ein ſolches Opfer bringen. Ich werde deſſelben würdig ſein und nehme es an,“ ſprach Thereſe wonnetrunken, indem ſie den Ring mit Ehrfurcht und Dankbarkeit küßte. Mit Thränen ſetzte ſie dann hinzu: „Vor Gott, vor Ihrer Mutter, Eduard, bin ich nun Ihre Frau.“
In dieſem Augenblicke hörte man einen Wagen in das Haus hereinrollen.
„Mein Vater,“ rief Thereſe erſchreckend; „„er kann mich zu ſich rufen laſſen.“
— „Schnell, ſchnell, gehen Sie hinunter,“ ſprach Montal. „Und was beſchließen wir?“
„Daß ich Ihnen angehöre.“
— „Dein alſo, Thereſe, ach ja, Dein, Dein! Nur laß mich einige Tage darüber nachdenken, was wir zu thun hahen⸗ ſprich noch nicht mit Deinem Vater.“
„Muß ich Dir jetzt nicht in Allem gehorchen, Eduard!“
— „Morgen, wenn Du kannſt, um drei Uhr, geliebte Thereſe, werde ich Dir hier ſagen, wozu ich mich entſchloſſen
habe. Wirſt Du kommen, mein Engel?“
— „Ob ich komme, Eduard? Ach ja, ja, jetzt komme ich ohne Angſt und ohne Scheu,“ entgegnete das Mädchen, indem ſie Montal den Ring ſeiner Mutter zeigte, den er ihr
gegeben hatte, und mit Ehrfurcht dieſen Ring noch einmal küßte.
„Engel, angebeteter Engel!“ rief Montal, indem er auf ſeine Knie ſank und die Hände Thereſens mit gühenen Füſn bedeckte.
Das Wen bückte 6 mit einer höchſt geazſ Bewe⸗
vüceecciich
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