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meine Hand an für jenen Herrn, deſſen Liebe ſich ſo ſchnell ge⸗ funden hat.“
— „Man weiß, daß Ihr Vater ſo reich iſt, Thereſe.“
„Der Bretagner will die Tochter des reichen Banquier heirathen, ich zweifele nicht daran.“
— „Ich bitte alſo Ihren Vater um Ihre Hand für mei⸗ nen Vetter.“
„Mein Vater wird mit mir davon ſprechen, — ich weigere mich und ſage ihm, daß ich nie einem andern Manne als Ihnen angehören werde.“
— „Ach, Thereſe, Ihr Vater, der auf der einen Seite einen reichen verſtändigen Mann ſieht, der für ſeine Intereſſe zu ſorgen verſteht, und auf der andern einen Mann, der bald ganz arm ſein wird —“
„Er wird Ihnen Ihren Vetter vorziehen, das iſt nicht zu bezweifeln.“
„Leider!“
„Ich aber werde Sie Ihrem Vetter vorziehen, und da
meine Hand mir angehört, ſo habe ich zu entſcheiden.“
— „Ihr Vater wird darauf dringen.“
„Ich werde unerſchütterlich ſein.“
— „Er wird Sie mißhandeln.“
„Daran bin ich gewöhnt.“
— „Er wird mir ſeine Thüre verſchließen“
„So komme ich hierher zu Ihnen und ſage: Eduard, ich bin die Ihrige, Ihre Gattin, verfügen Sie über mich — Sie ſind ein edler, rechtlicher Mann, laſſen Sie uns abreiſen —“
— „Und wenn ich mich weigere, Sie an mein unglück⸗ liches Schickſal zu knüpfen —“
„Wenn Sie ſich weigern —“
— J
„Wenn Sie ſich weigern —, nicht um arm zu leben, nicht wahr, ſondern um einen Selbſtmord zu begehen —“
Herr von Montal ließ traurig das Haupt ſinken und ant⸗ wortete nicht. 3
— „Ich verſtehe —, Sie würden ſich lieber umbringen als die Aufopferung eines Mädchens annehmen, die ihr Ver⸗ mögen mit Ihnen theilen will, wenn Sie es wünſchen, Ihre Armuth, wenn Sie vorziehen arm zu ſein —“ 5


