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braucht man, um auf dem Lande, in irgend einem verborgenen Winkel zu leben? — ſehr wenig. Ich werde deshalb von mei⸗ nem Vater nur das verlangen, was zu einem ſolchen Leben durchaus nothwendig iſt. Iſt dies noch zu viel?“ rief The⸗ reſe aus bei einer Bewegung des Schreckens an Montal, die ſie als den Ausdruck einer übergroßen Uneigennützigkeit aus⸗ legte — „Nun wohl, ſo werde ich ihn um nichts, um gar nichts anſprechen, Eduard. Ich werde arbeiten; ich kann nähen und ſticken; die Erziehung, die wir Mädchen erhalten, giebt uns, ſo leichtfertig ſie zu ſein ſcheint, doch Hülfsmittel für die böſen Tage. Auch Sie, Eduard, werden ſich anſtrengen und ein Mittel finden, unſer Wohlſein zu vermehren; wenn nicht, ſo arbeite ich für uns beide. Fürchten Sie nichts; die Liebe wird mir Muth und Kraft geben; wir haben Niemandem etwas zu verdanken und machen es wie ſo viele arme Familien, die glücklich und zufrieden leben.“
„Ich Sie zu einer ſo grauſamen Lage verdammen, Sie, die Sie an den Lurus gewöhnt ſind! — Nein, niemals!“ rief der Herr von Montal, höchlich erſchrocken über die Uneigen⸗ nützigkeit des jungen Mädchens. „Aber wenn ich auch mich hierein fügen, wenn ich auch Ihr edles Opfer annehmen wollte, — es ℳ zu ſpät.“
Wie ſo?“ 6 — „Das Briefchen, das ich Ihnen S5 —
„Es kündigte ein neues Unglück an, ihene Und welches iſt es?“
— „Ich ſchwöre Sie, Thereſe, beruhigen Sie ſich oder ich ſage gar nichts.“
„Nun ich bin ruhig, ganz ruhig; reden Sie, ich höre.“
— Haben Sie den Herrn von Ker⸗Ellio hier geſehen?“
„Dieſen Bretagner, über den Sie ſich ſo luſtig machten?“
— „Wie finden Sie ihn?“
„Jiht
— „Ja. Was denken Sie von ihm?“
„Mein Gott, gar nichts. Sie haben ihn läche ge⸗ macht und dies chat mir wegen der armen Bretagne Leid, die ich unwilltührl ich immer geliebt habe.“
— „Und ſein Geſicht?“
„Welche Fragen legen Sie mir vor? Ich habe es nicht
„


