Teil eines Werkes 
2. Band, Therese Dunoyer : 2. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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„Es iſt aber doch ſehr einfach. Wenn Thereſe Ihnen zu⸗ ſagt, ſo gebe ich ſie Ihnen von ganzem Herzen gern, denn Si ſind der Mann, den ich für ſie gewünſcht haben würde.““

„Aber ſie!.. . ſie, Herr Dunoyer!... Ach, ich geſtehe Ihnen, Ihre Einwilligung würde mir ohne die Zuſtimmung Thereſens nicht genügen.“

„Sehen Sie, Herr von Ker-Ellio,“ ſagte der Banguier nach kurzer Pauſe, „mit Leuten, wie Sie ſind, muß man offen ſein. Ich bin hierher gekommen, um zu hören, wie Sie über dieſen Punkt denken .

„Iſt das wahr?“

„Und Sie können ſich denken, daß ich dieſen Schritt nicht gethan haben würde, ohne der Einwilligung Thereſens ſicher zu ſein.“

„Sie williget ein? Sie williget ein?“

„Ich bürge dafür und ſie wird mit Ihnen vollkommen glücklich ſein, das ſage ich Ihnen. Sie ſehen indeß ein, daß ich nicht gleich anfangs deutlicher ſprechen konnte als ich gethan habe, da ich Ihre Abſichten nicht kannte.“

„Sie ſind alſo wirklich überzeugt, Herr Dunoyer, daß Thereſe ihre Einwilligung giebt?“

„Hören Sie mich an? ſie hat ihr ganzes Leben lang nur einen Traum, nur einen Gedanken gehabt, nämlich in einer Art Einſamkeit, fern von der Welt, mit ihren Büchern, ihrer Muſik und ihrem Manne zu leben, wenn ſie einen finden ſollte, der an ſolchen Neigungen ebenfalls Gefallen findet. Sie iſt teufel⸗ mäßig romantiſch, ich könnte faſt mehr ſagen, ſie hat eine Lei⸗ denſchaft, eine thörichte Leidenſchaft für die Bretagne.“

„Iſt das wahr?“

— „Da ſie romantiſch iſt, erklärt ſich das ganz leicht. Im vorigen Herbſte ſchwärmte ſie immer von einem Schiffe auf dem Meere, von Haidekraut, Felſen u. ſ. w. Sie können ſich denken, daß mich das ſehr unruhig machte, denn von Haide⸗ kraut und Felſen mit unſern Dandies, unſern „Löwen“ zu ſprechen —“

„Herr Dunoyer,“ ſagte Ewen, indem er den Banguier unterbrach, „wenn Fräulein Thereſe einwilligt, mir ihre Hand zu geben —“

— „Ich ſage Ihnen, daß darüber kein Zweifel ſtattfindet.“