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— „Ich ſtehe Ihnen ganz zu Befehl und bedaure nur, daß ich Sie ſo hoch in eine ſehr beſcheidene Wohnung führn muß“, antwortete Ewen.
„Ach, Sie ſcherzen, Herr Baron. Im Kriege und auf der Reiſe richtet man ſich ein, wie es eben geht.“
Als Herr Dunoyer in dem Zimmer des Herrn von Ker⸗ Ellio ſaß, fagte er mit vieler Heiterkeit und Herzlichkeit:
„Ich komme, um Sie viel Geld gewinnen zu laſſen.“
„Auf weiche Weiſe?“ fragte Ewen verwundert.
Auf eine ſehr einfache. Sie haben zweimalhundert und dreizehntauſend Franes zu fünf Procent bei mir ſtehen. Vor vierzehn Tagen ſollte ich Ihnen fünfzigtauſend zurückzahlen, das Uebrige in drei gleichen Raten von zwei zu zwei Monaten.“
— „Allerdings, aber ich habe Sie erſucht das Geld zu behalten, da ich die Abſicht habe, die Summe auf einmal zu entnehmen, um mir einige Meiereien zu kaufen, die mir ge⸗ fallen.“
„Erlauben Sie mir zu bemerken, daß Sie dabei Ihr Geld
ſehr ſchlecht anlegen. Landgüter bringen nicht über dritthalb
Procent netto ein, während ich Ihnen den Vorſchlag mache, mit mir ein Unternihmen; zu wagen, das in vier bis fünf Jahren Ihr Kapital verdoppeln wird. 2
Cwen hatte von ſeinem Vater alles Speculiren verab⸗ ſcheuen gelernt und war dieſen Grundſätzen treu geblieben. Die Gelder bei Herrn Dunoyer rührten von einer ſehr alten Schuldforderung her, die der ſelige Herr von Ker⸗Elliv geerbt hatte.
Trotz ſeinem Mißtrauen und ſeinem Widerwillen gegen Geſchäfte ſolcher Art glaubte Cwen einen Meiſterſtreich auszu⸗ führen, wenn er den Antrag des Banquiers annähme. Er ant⸗ wortete deshalb:
— „Ich wollte das Geld anders anlegen, ſtehe aber da⸗ von ab, weniger, verſichere ich Sie, wegen des Gewinns, den Sie mir bieten, als um unſere Verbindung, die Sie mir kishet ſo angenehm gemacht haben, fortdauern zu laſſen und noch in⸗ niger zu machen.“
derr Dunoyer erwartete dieſen verblendeten Leichtſinn von Stiten des Herrn von Ker⸗Ellio ſo wenig, daß er nw lich ſagte:
Thereſe Dunoyer II. 43


