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da ich dem Fräulein Dunoyer nur ein beſcheidenes Vermögen bieten kann.“
„Ein anſehnliches, wollen Sie ſagen, lieber Vetter, un⸗ gerechnet Ihren in der Bretagne ſo bekannten Namen.“
— „Ich täuſche mich nicht ſelbſt“, fuhr Ewen kopfſchüt⸗ telnd fort; „ich beſitze nichts, was ein Mädchen beſtechen könnte, außer meiner grenzenloſen Liebe und dem treuen Herzen. Ich müßte ein Thor ſein, wenn ich dem Fräulein Dunoyer zu ge⸗ fallen hoffen wollte; möglich wäre es vielleicht, ihre Theilnahme zu gewinnen. Mein Plan iſt alſo folgender, doch rechne ich noch auf Ihren Rath: ich will zu Dunoyer gehen und ihm offen ſagen, wie es mit mir ſteht; der Eigennutz treibt mich nicht, denn ich würde im Voraus allen Begünſtigungen ſeiner Tochter entſagen; dann will ich ihn erſuchen, mir in ſeiner Gegenwart eine Unterhaltung mit ihr zu geſtatten. Dabei gedenke ich ihr Alles zu erzählen, meine ideale Liebe, die Geſchichte von jenem Familien⸗ portrait, deſſen ſo unſelige Aehnlichkeit mit Fräulein Dunoyer, und meine eben ſo glühenden als unſinnigen Wünſche.“
„Ihr Plan iſt ſehr ſeltſam.“ ch weiß es; man wird meine Offenheit vielleicht für Albernheit halten; Herr Dunoyer und ſeine Tochter werden mich abweiſen, ſie müßten denn errathen, daß ich trotz meiner rauhen Außenſeite des Glückes würdig bin, nach welchem ich ſtrebe, ſodald dieſes Glück durch blinde Hingebung oder durch grenzenloſe Liebe erkauft werden kann. Jetzt, lieber Vetter, ſagen Sie mir, da Sie Herrn Dunoyer genau kennen, wird meine Offenheit, mein Geſtändniß Eindruck auf ihn machen? oder muß ich offiziell um die Hand ſeiner Tochter anhalten? In dieſem Falle werden Sie für mich ſprechen oder ich ſchreibe noch dieſen Abend an Herrn Dunoyer.“
Die beſtimmte Art, in welcher ſich Ewen ausſprach, ließ bei Montal nicht den geringſten Zweifel über den Entſchluß ſeines Vetters übrig.
Vor Allem kam es dem Grafen darauf an, Zeit zu gewin⸗ nen; wir werden ſpäter ſehen, welche unſelige Fortſchritte er in dem Herzen Thereſens gemacht hatte; die Liebe dieſes unglück⸗ lichen Mädchens war in ſeinen Augen eine ſichere Zukunft, ein glänzendes Vermögen. Daraus wird man abnehmen, wie wichtig für ihn die vertrauliche Mittheilung Ker⸗Ellio's war,


