Teil eines Werkes 
2. Band, Therese Dunoyer : 2. Band (1845) Thérèse Dunoyer
Entstehung
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15 Kergalek Eröffnungen gemacht und man warte nur auf die Rück⸗ kehr des jungen Barons, um die Sache völlig einzuleiten.

Ewen langweilte ſich in Paris ſehr, wünſchte ſich aber täglich Glück, daß er dahin gereiſet, denn durch die Reiſe hatte er ſich ſeinen thörichten Träumereien entriſſen und ſich wieder zur Vernunft gebracht.

Man hat nicht vergeſſen, daß der Baron zugleich mit ſei⸗ nem Vetter acht oder zehn Tage nach dem Vorfalle im Rocher de Cancale von Herrn Achille Dunoher zu Tiſche geladen war. Montal zeigte Ewen an, daß er ihn nicht abholen könne, und der Baron begab ſich deshalb allein zum Banquier. In der etwas provinziellen Beſorgniß, zu ſpät zu kommen, kam der Herr von Ker⸗Ellio viel zu früh.

Ein Bedienter, der ſeine lächerlich betreßte Livree ausge⸗ zogen hatte, um mit größerer Bequemlichkeit decken zu können, führte den Baron in den Salon, erſuchte ihn, da auf Helviſe Dunoyer zu warten und brummte impertinent vor ſich hin: die Uhr des Herrn gehe ohne Zweifel vor, er ſei gewiß ſehr zeitig aufgeſtanden, man komme nie ſo bald c. Unterdeß nahm er einen Stock, an welchem ſich ein Stück brennenden Wachsſtocks befand, und fing an, die Luſtres und Candelaber anzuzünden.

Ewen blieb allein.

Um die nachfolgende Scene begreiflich zu machen, müſſen wir Einiges über die Einrichtung des Zimmers vorausſchicken, in welcher ſie vorgeht.

Dem Kamine gegenüber, über welchem ſich ein Spiegel be⸗ fand, ging eine Thür in das Bibliothekzimmer Dunoyer's, das nur eine Schirmlampe beleuchtet, alſo ziemlich dunkel war.

Wwen ſtand vor dem Kamin mit dem Rücken nach jener Thüre zu und ſah, ohne etwas dabei zu denken, in den Spiegel. Wie entſetzte er ſich, als er da mit einem Male ein Geſicht er⸗ ſcheinen ſah, das dem geheimnißvollen Portrait in Treff⸗Hartlog vollkommen ähnlich war!

Wie bei jenem Portrait trat das marmorweiße Geſicht blendend hell aus einem ſehr dunkeln Hintergrunde hervor.

Wie bei jenem Portrait war das Geſicht ein vollkommenes Oval, die Naſe fein und gerade, die Augen ſchwarz und groß und die Brauen ſtark und lang.

Nie hatte es eine auffallendere Aehnlichkeit gegeben.

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Thereſe Dunoyer II.