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mit meinen Maitreſſen prahlte, an den böſen Rath, den ich Ihnen gab, indem ich Sie zur Koketterie aufforderte; es wären dies tröſtende, ſchlagende Antworten auf meine Vorwürfe. Darf ich fragen, warum Sie mir ſolche Antworten nicht geben, Madame? Schonen Sie mich nicht, Frau Marquiſe“ — ſetzte Beauregard ironiſch hinzu.
— „Sie handelten, wie es Ihnen gefiel, Herr Marquis.“
„So geſtehen Sie wenigſtens, daß ich Sie verletzte, daß ich Sie kränkte; Ihre Untreue wird dann in dem Verdruſſe, in der Rache eine Entſchuldigung finden.“
— „Ich habe nie Verdruß gefühlt.“
„Nie, Madame?“
— „Niemals.“
Und Dolores knöpfte die andere Manſchette zu.
Der Margquis konnte kaum noch an ſich halten.
„Mein Benehmen hat alſo auf das Ihrige keinen Einfluß gehabt, Madame?“
— „Durchaus nicht.“
„Sie fielen alſo abſichtlich, mit Vorbedacht, aus eigener Schlechtigkeit ſo tief?“
— „Ich werde meine Vergehen nicht durch eine Lüge ent⸗ ſchuldigen.“
„Sie wählen da eine ſchöne Gelegenheit, der Wahrheit die Ehre zu geben!“
— „Sie fragen mich und ich antworte.“
„Sonach war ich alſo für Sie öffentlich, was ich unter vier Augen war, Ihr eifrigſter Anbeter, und Sie hintergingen mich nicht, weil ich vor Aller Augen Gleichgiltigkeit gegen Sie heuchelte?“
— „Ich weiß es nicht; die Vergangenheit, die nicht war, iſt mir ebenſo unbekannt, wie die Zukunft.“
„Sehr gut, Madame; Sie drücken ſich ſehr kurz und bündig aus; bei Ihnen kommt man ohne Umwege zur Sache. Es ſei. Um ebenfalls kurz und bündig zu ſein, ſo verbiete ich Ihnen zuerſt, den Herrn Des Roches und Labirinte ferner bei Ihnen zu ſehen.“
— „Sie haben das Recht dazu.“
„Nach acht Tagen werden Sie auf mein Gut in der Dau⸗ phiné abreiſen.“


