Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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den, und fügte mit einer immer ſchwächeren, immer mehr beklommenen Stimme bei: Maximilian... Sie haben mich granſam ver⸗

laſſen.Dieſes Verlaſſen hat vielleicht meinen Unter⸗

gang verurſacht Ich verzeihe Ihnen.

Und da ſie fühlte, wie ihr Blick ſich trübte, wie die Kälte des Todes ſie erreichte, ſtammelte ſie:

Fortuné..Deine Hand... Oh! oh...

Dies waren die letzten verſtändlichen Worte der Gräfin; ihr Hals erſtarrte, ihr Kopf fiel zurück, ihre Finger zogen ſich kramphfaft zuſammenz ſie ſpräch je doch noch einmal dentlich den Namen Angelv. Dann hauchte ſie erſtickend ihre Seele in den Armen von Fortuné aus, der herzerreißende Klagen vernehmen ließ und ſich nicht von dieſem Leichname trennen konnte.

In ſeinen Schrecken verſunken, die Kniee zitternd, faſt unfähig, ſich aufrecht zu halten, ſchien der Prinz wie an das Leichenbett angenagelt.

Der Doctor Pascal trat langſam hinzu, legte ſeine Hand auf den Arm der Hoheit und ſprach mit tiefem, ernſtem Tone, indem er auf die drei Frauen, die Ge⸗ fährtinnen der Gräfin, deutete:

Meine Herren.. Sie ſehen dieſe drei Unglück⸗ lichen; die Verlaſſenheit, die Noth, der Hunger vielleicht haben ſie in den häßlichſten Koth verſenkt, in dem ſich ein Geſchopf Gottes ſchleppen kann.. Frau von Villetaneuſe war tiefer und tiefer ſinkend in dieſen Koth gefallen. ſie war die Gefährtin dieſer Frauen. In dem Neſte, wo ſie lebten iſt Frau von Villetaneuſe ermordet worden.

Oh! genug, mein Herr, genug! murmelte Karl Maximilian ganz verwirrt.Genug... haben Sie Erbarmen.. genug!

Nein! Sie werden einmal im Leben die Waohrheit horen: Mein Herr!.. Sie haben ſchändliche Mittel angewendet, um Frau von Villetaneuſe zu verführen... Sie