Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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der Verſcheidenden; ſie öffnete halb die Augen, als Karl Maximilian und Fortuné in die Wachſtube eintraten, deren Thüre gegen den Einbruch der Menge verſchloſſen wurde

Der Fürſt hielt ſich für das Spielzeug eines gräß⸗ lichen Traumes, als er auf einer ſchmutzigen Matratze, mitten in dieſer Stube, halb nackt, ſterbend, die Bruſt durchbohrt von einem Meſſerſtiche, dieſe Frau ſah, welche einſt bezaubernd von Schönheit, Jugend und Anmuth geweſen. Er blieb verſteinert, mit ſtarrem Blicke ſtehen.

Fortuné kniete bei Aurelie nieder; da und dort gruppirt, verharrten die Männer der Nationalgarde in einem düſtern Stillſchweigen; die drei Frauen⸗ welche die Gräfin gebracht hatten, weinten; der Doctor Pascal ſchüttelte, dem Opfer zum letzten Male den Puls füh⸗ lend, traurig den Kopf und ſchien auf jede Hoffnung, Aurelie zu retten, zu verzichten.

Frauvon Villetaneuſe erkannte zuerſt Fortuné und dann Karl Maximilian; ſie griff mit ihren ohnmächtigen Hän⸗ den nach ihrer Stirne, als ob ſie aus einem Traume er⸗ wacht wäre; ihre hohlen, durch das Herannahen des To⸗ des getrübten Augen öffneten ſich in ihrer ganzen Größe; ihre ſchon bläulichen Lippen bewegten ſich ſchwach, ohne einen Ton zu artikuliren; durch eine äußerſte Anſtren⸗ gung murmelte ſie jedoch folgende, von häufigen Er⸗ ſtickungen der letzten Stunde gehemmte Worte:

Fortuné, ich hoffte nicht, bei Dir zu ſterben. mein Jugendfreund.. Verzeih mir... Bitte Ma⸗ rianne meine Tante und meinen Vater.. wenn er ſeine Veruunft wieder erlangt hat.. mir auch zu verzeihen. Ich. K

Die Gräfin war genöthigt, ſich eine Minute zu un⸗ terbrechen; ſie machte ſodann eine Bewegung, um ihren beſchwerten Kopf gegen den Fürſten zu drehen, der, ſte⸗ hend, das Geſicht in ſeinen Händen verborgen, ſchluchzte;

doch ſie konnte nur einen ſterbenden Blick gegen ihn wen⸗