„Nun!. was gibt es?“ fragte mit herbem Tone die Fürſtin.„Warum hält der Wagen an?“
Der General ſchaute zum Schlage hinaus auf die Straße und antwortete der Fürſtin:
„Es iſt eine große Menge von Menſchen vor den Eingängen der Elyſée verſammelt.“
„Warum läßt der Piqueur dieſe Menge nicht auf die Seite treten?“ verſetzte ungeſtüm die Prinzeſſin;„es iſt unbegreiflich, daß man ſo einen königlichen Wagen in ſeinem Gange hemmt.“
„Meine liebe Freundin,“ ſagte Karl Mazimilian, „die Menge iſt ſehr gedrängt, es wäre unklug, in dieſem Augenblick die Durchfahrt zu verſuchen; warten wir, wir werden nur ein paar Minuten ſpäter ins Palais kom⸗ men.“
„Herr von Walter, ſteigen Sie aus und geben Sie Befehle, daß der Wagen weiter fährt,“ ſagte die Prin⸗ zeſſin mit zunehmend ſchlimmer Laune;„es iſt unerträg⸗
lich, ſo von dieſem ſchlechten Volke aufgehalten zu wer⸗ den.“
Der General als vollkommener Hofmann verbengte ſich, öffnete den Wagenſchlag von außen und ſprang, da der Fußtritt nicht niedergelaſſen war, leicht aus dem Innern der Berline auf das Fflaſter.
„Wahrhaftig, meine liebe Freundin,“ ſagte der Fürſt, „Sie mißbrauchen die Gefälligkeit des Generals; es iſt nicht an ihm, den Dienſt des Piqueur zu thun.“
„Mißbrauche ich die Gefälligkeit des Generals,“ erwiederte die Prinzeſſin mit Bitterkeit,„ſo haben Sie heute Abend meine Geduld grauſam mißbraucht!“
„Was wollen Sie damit ſagen?“
„Heute Abend, bei dieſem Empfang, haben Sie, mein Herr, vor den Augen des ganzen Hofes ſich unan⸗ ſtändig bei der kleinen Lady Fitz Clarence compromit⸗ tirt.. Ich war empört.“


