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nach dem Poſten eine ermordete Frau, und man bringe auch die Urheberin des Attentats; es bildeten ſich Znſam⸗ menſchaarungen, welche jeden Augenblick wuchſen; bald waren die Zugänge der Wachſtube und des Palais Elyſée⸗Bourbon von einer compacten Menge beſetzt, vor der mehrere Wagen ihren Gang hemmen und anhalten mußten. 3*
Ein Piqueur in rother Livree mit ſilbernen Galo⸗ nen auf allen Nähten und nach dem gewöhnlichen Cere⸗ moniell eine angezündete Fackel in der Hand tragend, kam in ſtarkem Trab unter dieſe ſtillſtehenden Wagen, ließ ſein Pferd im Schritt gehen, erkundigte ſich bei einem Kutſcher nach der Urſache dieſer Verſammlung und rief:
„Platz, meine Herren, wenus beliebt! Platz dem Wagen Seiner Hoheit des Fürſten Karl Maximilian, der nach dem Palais Elyſée⸗Bourbon zurückfährt.“
Beinahe in demſelben Augenblicke kam hinter dem Piqueur eine herrliche blaue Berline mit dem Namens⸗ zuge und der Livree des Königs der Franzoſen; der Kutſcher war mit einer rothen, mit ſilbernen Galonen und dickem Pelzwerk beſetzten Wildſchur bekleidet; die zwei Lackeien in großer Livree, welche hinten auf dem Wa⸗ gen ſtanden, hielten jeder in einer Hand, wie der Piqueur, eine brennende Fackel, deren Helle glübende Reflexe rings um die Berline warf, in welcher Karl Maximilian und ſeine Gemahlin Wilhelmine ſaßen, der Fürſt in weißer, goldgeſtickter Uniform, geſchmückt mit den Bändern und Sternen verſchiedener Orden, die Fürſtin in großem Hofkleide, funkelnd von Diamanten. Dieſe magere, kno⸗ chige Fran, mit gelblich blonden, ihren Haaren ähnlichen Brauen ſah hoffärtig aus und ſchien ſchlimmer Laune zu ſein. Herr von Walter, der General und erſter Adjutant des Fürſten geworden war, ſaß dieſem gegen⸗ über auf dem Vorderſitze der Berline.


