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fruchtlos; das Verhängniß trieb ſie an, ſie mußte von Fall zu Fall bis zur letzten Stufe der Schande ſinken! Ein abſcheulicher Gatte, ein verwegener Verführer waren die Haupturheber der ſtufenweiſen Entſittlichung dieſer jungen Frau;... vor zehn Jahren, in Deutſch⸗ land, fagte ich zu einem Adjutanten von Karl Maximi⸗ lian:„Ihr Prinz wird eines Tags vor Gott für eine Sen⸗ die er zu Grunde gerichtet, verantwortlich ein!““
„Herr Sauval,“ ſagte der Doctor Pascal,„ehe ich die von Ihnen genannken einzelnen Umſtände kannte, hatte ich mich ſchon in Betreff des Prinzen Maximilian, ihn als einen Elenden behandelnd, ausgeſprochen; ich be⸗ harre mehr als je bei meinem Urtheil, venn ich fühle ein tiefes Mitleid für die unglückliche junge Frau, deren Untergang er verurſacht hat.“
„Und dieſes Mitleid verdient ſie,“ ſprachen mehrere Stimmen;„Alles hängt vom erſten Schritte ab, den man im Leben thut.“
„Zu Grunde gerichtet, betrogen von ihrem Manne, umgeben von Verführungen, mußte dieſe junge Frau unter⸗ liegen.“
„Diejenigen, welche ſie verdorben haben, ſind eben ſo ſtrafbar als ſie!“
In dem Augenblick, wo ſich dieſer der Gräfin von Villekaneuſe günſtige Umſchlag der Geiſter kundgab, trat ein Mann mit bloßem Kopfe und die claſſiſche Schürze der Weinhändler tragend haſtig in die Wachſtube ein und rief mit erſchrockener Miene:
„Oh! meine Herren, kommen Sie geſchwinde! Man erwürgt ſich, man ermordet ſich bei der Mutter Banral.“
„Wer iſt das, die Mutter Bancal?“ fragte der Com⸗ mandant des Poſtens.
„Ich bin Weinhändler und Nachbar des Toleranz⸗ hauſes, das die Mutter Bancal in der Petite Po⸗ kogne hält... Ihre Weiber zerfleiſchen ſich dort mit


