„Iſt es möglich!. die junge Frau, welche die Geliebte des Prinzen geweſen war?“
„Sie ſelbſt, meine Herren. und zum Ueberfluß war der Gehenkte ihr Gatte, der Graf von. von Villetaneuſe, glaube ich.“
„Seltſame, traurige Geſchichte
„Aber, mein Herr, ſind Sie ſicher, daß Ihre Er⸗ innerungen Sie nicht tänſchen? daß Sie die Perſonen nicht verwechſeln?“
„Durchaus nicht, meine Herren, denn ich beſuchte, wie geſagt, damals die Table d'hote von Clara. Und, ſeltſamer Unſchlag der Dinge hienieden! kurze Zeit vor ihrer Verhaftung und der der Fälſcher, ihrer Mit⸗ ſchuldigen, hatte ſie einer Abendunterhaltung bei Clara beigewohnt.“
„Wie! bei ihrer ehemaligen Kammerfrau?“
„Ja, meine Herren; doch die Gräfin wußte nicht, daß Frau von Sablonville dieſe Clara war. Es ereig⸗ nete ſich, wie man mir ſagte(ich war nicht bei dieſer Reunion anweſend), an dieſem Abend eine zugleich hef⸗ tige und komiſche Scene zwiſchen einem ehemaligen Specereihändler, der zu jener Zeit die Gräfin unter⸗ hielt, und einem Griechen, ihrem Liebhaber, der ſpäter zu der Bande der Fälſcher gehörte und wie ſie verurtheilt wurde.“ „Welch ein Abgrund von Schande! Eine Frau von gihſehne betitelt, ſinkt zu einer ſolchen Erniedrigung erab!“
„Das iſt abſcheulich!“
„Sie verdient kein Mitleid.“
„Mitſchuldige von Falſchmünzern!“
„Läßt ſich von einem Specereihändler unterhalten und hat einen Beutelſchneider zum Liebhaber!“
„Oh!“ rief der Doctor Pascal mit Ekel,„dieſe unglückliche war ſchon in ihrer Mutter Leibe verdorben!“
„Nein, mit achtzehn Jahren war ſie das reinſte,
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