Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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„Du haſt mich ſo oſt geſchlagen, daß mich Deine Drohung nicht erſchreckt; ich bin an Deine Mißhandlun⸗ gen gewöhnt das iſt mein Loos...“

„Es iſt noch zu ſchön für Dich, Dein Loos.. dreifach Feige!“

„Ich bin nicht feig... Ich habe mich für Deine Mitſchuldige in der Banknotenſache erklärt; ich konnte Alles lengnen...

„Damals handelte esſich um eine Fälſchung, und heute handelt es ſich für Dich um die Mitſchuld an einem Morde. Du haſt Angſt

„Höre, Angelo. dieſer Ort iſt verlaſſen, wir ſind allein... Ich habe das Geheimniß Deines Mor⸗ des Tödte mich mit einem Meſſerſtiche ich keinen Schrei von mir geben... Iſt das Feig⸗

eit?“

„Ich tödte Dich nicht, und mein Geheimniß wird bewahrt bleiben... Ich kenne Dich; Du biſt feig, aber unfähig, mich zu verrathen; es iſt nicht Dein Tod⸗ was ich brauche, ſondern Dein Leben. Ja, ich brauche eine mir eigene Fran!! hörſt Du, Gräfin? eine Frau gehorſam und ergeben, wie der treue Hund gegen ſeinen Herrn, eine Frau, die mir bei meinen Diebſtählen hilft und ſich auf die Lauer ſtellt, wenn ich es für gut finde, mich eines gefährlichen Zeugen zu ent⸗ ledigen; Du biſt oder Du wirſt dieſe Frau ſein.. ich behalte Dich... Deine letzten Bedenklichkeiten wer⸗ den verſchwinden, wie die andern verſchwunden ſind..

„Angelo, höre mich an. 8

„Antworte! Sagteſt Du mir nicht:„„Ich werde den Herzog nicht betrügen das wäre ſchändlich!““ Haſt Du ihn betrogen?“

„Sagteſt Du mir nicht in Bordeaux:„„Nie werde ich Dich bei Deinen Betrügereien im Spiele unterſtützen.. das wäre ſchändlich..“ Haſt Du mich unterſtützt?“