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glühend, die Stirne in Schweiß gebadet, die Lippen ſchon ſchwärzlich, vertrocknet, keuchte dieſe unglückliche Frau und bot alle Symptome von einer der niederſchmettern⸗ den Krankheiten, welche vorzugsweife kräftige Conſtitutionen wie die von Madame Jouffroy treffen. Sie befand ſich überdies in dem kritiſchen Alter der in der Rückkehr be⸗ griffenen Frauen, welches die entzündlichen Krankheiten doppelt gefährlich macht.
Trotz ſeiner Unkenntniß in der Kunſt der Aerzte, war Fortuné erſchrocken über die Entſtellung der Züge von Madame Juuffroy; bei dieſem Bette des Elends, wo die von Allen verlaſſene Frau lag, welche bald auf das Pflaſter geworfen zu werden bedroht war, las For⸗ tuné folgenden von Aurelie an ihn adreſſirten Brief, den ihm die Dienerin übergab:
„Mein lieber Fortuns, unſer Vetter Rouſſel, der meinen Vater weggeführt, hat Sie ohne Zweifel ſchon von dem, was heute Morgen bei uns vorgefallen iſt, unterrichtet.
„Niedergeſchmettert durch ſchmerzliche Gemüthser⸗ ſchütterungen, hat meine Mutter einen Anfall von Gehirn⸗ entzündung bekommen.
„Handelte es ſich nur um mich, ſo würde ich um keinen Preis unſere Bande und die Erinnerungen alter Freundſchaft anrufen; doch ich rufe ſie ohne Zögern an, ſobald es ſich um meine Mutter handelt. Vergeben Sie ihr, mein lieber Fortuné; haben Sie Nachſicht und Mit⸗ leid für ſie; ihre blinde Zärtlichkeit für mich hat ſie zu Grunde gerichtet; möge ſie, wie mein armer Vater, bei Ihnen, bei Marianne und meiner Tante Troſt für ihren Kummer und das Vergeſſen der Vergangenheit finden; das iſt die einzige, die letzte Bitte, die mir an Sie und an meine Schweſter zu richten geſtattet iſt.
„Leben Sie wohl, mein lieber Fortuné„ Auf immer, Gott befohlen!


