Doch die Dienerin unterbrach ſich hier, überlegie einen Augenblick, und ſagte ſodann:
„Ach! mein Gott!.. der Herr iſt mit Madame verwandt?“
„Ja.“
„„Sie werden dieſen Brief einem Commiſſionär über⸗ geben,“ ſagte Madame zu mir, indem ſie mir ein ver⸗ ſiegeltes Billet einhändigte.„Er ſoll ihn zu dem erſten dem beſten Juwelier tragen; dieſer wird ihm die Adreſſe der Perſon geben, an die der Brief adreſſirt iſt. der Commiſſionär wird ihn überbringen... und..
„Wo iſt der Brief?“
„Er iſt noch auf der Commode im Zimmer von Madame. Ich habe es nicht gewagt, ihre Mutter zu verlaſſen, aus Furcht, ſie könnte in ihrem hitzigen Fie⸗ ber aus dem Bette ſtürzen. Ich erinnere mich, daß der Brief adreſſirt war:„„An Herrn Fortuné Sau⸗ val, Goldſchmied. 40
„Das iſt für mich.“
„Dann will ich den Brief holen„
„Ich folge Ihnen.. Was Sie mir vom Zu⸗ ſtande von Madame Jouffroy mittheilen, beunruhigt mich; ich will ſie ſehen. Haben Sie keinen Arzt geholt?“
„Nein, mein Herr: Madame war im Begriffe, mich einen holen zu laſſen, als ihr junger Mann kam.“
„Führen Sie mich raſch in das Zimmer von Ma⸗ dame Jouffroy.“
„Kommen Sie, mein Herr.“
Der Dienerin folgend, durchſchritt Fortuns den mit Trümmern von Glaswerk und Porzellan beſtreuten Sa⸗ lon; umgeworfene Meubles lagen überall umher; ein breiter Flecken von geſtandenem Blute röthete den Bo⸗ den; Fortuns wandte mit Abſcheu die Augen ab und trat in das Zimmer ein, wo Madame Jouffroy lag. Auf das Delirium des Fiebers folgte nun bei ihr eine tiefe Betäubung. Die Wangen purpurroth, das Ange
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