Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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13

„Ah! Herr Fortuns ich.. ich werde das nicht überleben.“

„Mein Gott, was habt Ihr?“ fragte der Gold⸗ ſchmied mit wachſender Beſorgniß, während ſich Joſeph und die Tante Prudence, nicht minder beängſtigt, dem alten Handwerker näherten.

„Was gibt es?“

„Was für ein Unglück iſt Euch widerfahren?“

„Michel iſt verſchwunden, er iſt wie ein Verrückter aus dem Hauſe entflohen,“ rief der Greis.

Und er fügte ſchluchzend bei:

„Wehe mir! iſt er nicht wahnfinnig geworden, ſo hat er ſich in den Fluß geſtürzt!“

„Was ſagt Ihr?“ rief der Goldſchmied beſtürzt, „geſtern erſt brachte er, trunken vor Freude, ſeine Braut zu mir, und er dankte mir voll Entzücken für die Zukunft, die ich ihm, ſowie Euch und Catherine geſichert habe.“

„Wehe uns! er weiß, daß ſie ſeine Mutter iſt!“

„Großer Gott!“

„Wehe uns!“ wiederholte der Greis mit herzerrei⸗ ßendem Tone;„Michel weiß, was für ein beklagens⸗ werthes Leben dieſe unglückliche Mutter fünfzehn Jahre lang in Paris geführt hat! Camille.. das liebe, un⸗ ſchuldige Kind... weiß es auch!“

„Wer hat aber dieſe Offenbarung gemacht?“

„Sie ſtand in einem Briefe geſchrieben; dieſer Brief wurde Michel von einem Commiſſionär übergeben, den ohne Zweifel jener hölliſche Mauleon abſchickte, welcher ge⸗ ſchworen hatte, er werde ſich an Catherine rächen! Er hat überdies meinem Enkel ein Portrait von ſeiner Mut⸗ ter und Briefe eingehändigt, die ſie einſt mit einer ent⸗ ſetzlichen Schamloſigkeit an Mauleon geſchrieben! lauter niederſchmetternde Beweiſe! Das war nicht genug: dieſer Menſch gab Camille ein Billet, folgende Worte enthal⸗ tend:„„Catherine iſt die Mutter von Michel, ſie iſt fünfzehn Jahre lang Buhlerin in Paris geweſen.““