Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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müſſen nothwendig zum Herzen gehen, meine geliebte Marianne! Ja, wenn ſie ſehen, wie Du mit Deinem Kinde in Deinen Armen zu ihnen kommſt und im Namen dieſes unſchuldigen Geſchöpfes die ſo erſehnte Wieder⸗ vereinigung wünſchſt, dann werden Deine Mutter und Deine Schweſter auf immer zu uns zurückkehren, und Dein ſanfter Einfluß wird ihre Bekehrung vollenden!

Du ſprichſt wahr, Fortuné: alle Gedanken unſerer lieben Marianne kommen aus dem Herzen und müſſen zum Herzen gehen, ſagte gerührt der Vetter Rouſſel. Ich theile die Meinung Deiner Frau; die Gegenwart von uns Allen und beſonders die meine, da ich Zeuge dieſer entſetzlichen Scene geweſen bin, werden von An⸗ fang Aurelie und ihre Mutter ſchen machen.

In dieſem Falle gehen wir auf der Stelle; ſie müſſen gleichſam noch unter dem Schlage der furchtbaren Ereigniſſe von heute Morgen ſein, verſetzte die alte Jungfer;der Angenblick iſt günſtig, benützen wir ihn.

Marianne, ihre Tochter und Fortuné werden in einen Fiacre ſteigen, ſagte Joſeph,und Sie, meine liebe Prudence, und ich in einen andern.

Sanft lächelnd fügte er ſodann bei:

Sie können mir dieſe Gunſt bewilligen, ohne ſich zu compromittiren, denn in vierzehn Tagen werden Sie Madame Ronſſel ſein.

Ah! mein armer Freund, erwiederte die alte Jungfer, ſchwermüthig den Kopf ſchüttelnd,unſere Hei⸗ rath wird unter traurigen Auſpicien ſtattfinden!

Ihre Augen wurden feucht und ſie rief:

Ach! mein armer Bruder! mein armer Bruder! wir haben ſeinen Leib und nicht ſeine Seele!

Verzweifeln wir nicht! ſprach Joſeph;wer weiß, ob die Gemüthsbewegung, die ihn ergriff, als er Sie, Marianne und Fortunés wiederſah, nicht eine heilſame Reaction haben wird?