Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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die Nachtheile, die ſie befürchtet, zu beſchwören 7 Was denken Sie von meinem Plane, Prudence?

Das iſt ein Ausweg, mein Freund; dergleichen Mittel ſtehen, wie Sie wiſſen, wenig im Einklange mit der Entſchiedenheit meines Charakters; ich mißbillige die⸗ ſen Ausweg indeſſen nicht ganz.

Mein Mann und ich, wir billigen ihn, nicht wahr, Fortuns? ſagte lebhaft die junge Frau zu ihrem Gat⸗ ten, und dieſer erwiederte zärtlich:

Wie ſollte es mir einfallen, dem Edelmuthe Deiner Gefühle zu widerſprechen, liebe Marianne?

Und nun, meine Tante, will ich mich auf der Stelle zu meiner Schweſter begeben.

Vielleicht wäre es ſchicklich, wenn wir Alle mit ein⸗ ander zu ihr gingen? ſagte der Vetter Rouſſelsdie⸗ ſer Schritt der Famitienmitglieder hätte, wie mir ſcheint, etwas Feierliches und zugleich Rührendes und würde vielleicht einen ſeltſamen, entſcheidenden Eindruck hervor⸗ bringen.

Ich bin auch der Anſicht, daß wir uns Alle zu meiner Mutter und meiner Schweſter begeben ſollen, verſetzte Marianne;beſſer aber iſt es vielleicht, wenn ich zuerſt bei Aurelie erſcheine; gerade die Feier⸗ lichkeit dieſes Familienſchrittes könnte im erſten Augen⸗ blick einen zu lebhaften Eindruck auf ſie machen. Ich werde Lilie mit mir nehmen, fügte die junge Frau mit Thränen in den Angen bei,und indem ich unſer Kind in die Arme von Aurelie lege, werde ich ihr ſagen: Schweſter, zum Andenken an Dich haben wir Deinen Namen meiner Tochter gegeben; ſie ſei das Pfand un⸗ ſerer Wiedervereinigung, die fortan nichts...

Marianne unterbrach ſich, beherrſcht von der Ge⸗ müthserſchütterung, und zerfloß in Thränen. Tief be⸗ wegt, ſchloß ſie ihr Mann in ſeine Arme und ſprach:

Oh! Edelſte der Frauen, Theuerſte der Gattinnen Alle Deine Gedanken kommen aus dem Herzen und