Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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zen, verletzen Dich, armes Kind! Ach! auch mich bren⸗ nen ſie auf den Lippen, indem ich ſie ausſpreche! Iſt die Eine von den unglücklichen Frauen, um die es ſich handelt, nicht die Tochter meines Bruders? die Andere ſeine Frau? habe ich ſie nicht Beide geehrt und ehren⸗ haft gekannt? Doch die Wirklichkeit iſt die Wirklichkeit.. Ich ſpreche nicht einmal von einer gewiſſen Mißachtung, welche auf Dich und Deinen Mann zurückfallen könnte, unter den auserwählten Perſonen, aus denen Eure Kund⸗ ſchaft beſteht, würden ſie erfahren. denn ich wie⸗ derhole Dir, man erfährt in Paris Alles.. unter Deinem der Familienmutter Dache wohnen Deine Schwe⸗ ſter, bekannt durch ihre ſittenloſe Aufführung, und ihre einer unwürdigen Duldſamkeit ſchuldige Mutter. Alles dies iſt grauſam doch was läßt ſich hiebei thun? das Laſter hat nothwendig beklagenswerthe Folgen, und eine der ſchmerzlichſten iſt die, daß es Alles beſchmutzt, was ſich ihm nähert.

Meine Tante, ſind Sie es wirklich, die ich höre? Wie, es wäre Ihr Rath, meine Schweſter und meine Mutter aus unſerem Haufe zurückzuſtoßen? rief Marianne ebenſo betrübt, als entmuthigt.Sie zurück⸗ ſtoßen, großer Gott! nun, da ihre letzte Hoffnung ohne Zweifel auf uns beruht!

Du täuſcheſt Dich über meinen Gedanken, mein Kind.. Weit entfernt, Dir zu rathen, ſie zurückzu⸗ ſtoßen, glanbe ich im Gegentheil, daß wir zu ihnen gehen, ihnen unſere Arme öffnen, alle unſere Kräfte an⸗ ſtrengen müſſen, um ſie dem Abgrunde zu entreißen, ihre Zukunft, ihre Unabhängigkeit in den Gränzen des Mög⸗ lichen zu ſichern doch ich wiederhole Dir, ſie ſo⸗ gleich hier feſtzuſetzen, ſcheint mir eine große Unklugheit n ſein. ſih meine Tante, ſie werden glauben, wir ſchä⸗ men uns ihrer. Sollten ſie dieſen Glauben haben, und er iſt wahr⸗