Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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Aber, meine Tante

Laß mich vollenden. Nehmen wir an, was ich ſehr bezweifle, in Folge der furchtbaren Lection von dieſem Morgen geben Deine Mutter und Deine Schweſter un⸗ ſern Bitten nach und faſſen den feſten Entſchluß, auf den Weg des Guten zurückzukehren...

Hhl ich bezweifle das nicht

Gut; doch man muß den Dingen auf den Grund gehen, mein Kind, ſo widrig ſie auch ſein mögen. An⸗ relie und Deine Mutter beſitzen keinen Pfennig; theil⸗ weiſe, um dem Elende zu entgehen, wie uns der Vetter Rouſſel geſagt hat, willigte Deine Schweſter ein, ſich unterhalten zu laſſen von

Oh! haben Sie Mitleid, meine Tante, rief Ma⸗ rianne, empört von der ihrer Schweſter gegebenen Be⸗ ſenung unterhaltene Frau.Ich bitte! Mitleid ür ſie!

Mein liebes Kind, ſprach Joſeph,Dein Mann wird Dir ſagen, wie Prudence und ich, daß wir bei dieſer für unſere Familie ſo betrüblichen Frage nichts beſchönigen dürfen; haben wir den Muth, die Wahrheit ins Auge zu faſſen, wenn wir wirkſam handeln wollen.

Liebe, arme Marianne, unſer Vetter hat Recht, fügte Fortuns zärtlich bei;Deine reine, zarte Seele empört ſich über gewiſſe Worte, über gewiſſe Thatſachen, mit denen Dein kenſcher Geiſt nie befleckt werden ſollte. Doch die Krankheiten haben einen Namen: muß man ſich enthalten, ſie auszuſprechen, wenn man die Uebel

heilen will? Muß man nicht, um ſie zu verbinden, die

Wunden ſondiren, ſo ekelhaft ſie auch ſein mögen? Wir fühlen, wie Du, ein ſchmerzliches Mitkeid für Deinen Va⸗ ter und Deine Mutter... nichts wird uns zu viel

koſten, um ſie auf immer aus der gräßlichen Lage heraus⸗

zuziehen, in die ſie gerathen ſind.. Nichts. oh! nichts. rief Marianne,und ſodann ein völliges Vergeſſen der Vergangenheit