Teil eines Werkes 
13. und 14. Bändchen (1854)
Entstehung
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Bruder bei uns haben; unſere Pflege, unſere Sorg⸗ ſamkeit, unſere Zärtlichkeit werden ihm nie fehlen. Den⸗ en wir nun an Aurelie und an ihre Mutter.

Bei dieſen Worten hob ein ſchmerzlicher Seufzer den Buſen von Marianne: ihre, einen Augenblick verhaltenen, Thränen floſſen aufs Neue; ihr Mann, der bei ihr ſtand, drückte ihr die Hand und ſagte:

Muth, Freundin, Muth verzweifeln wir nicht, obgleich unſer Vetter allerdings heute Morgen Zeuge einer entſetzlichen Scene geweſen iſt.

Entſetzlich! wiederholte Joſeph...Das Geſicht von Blut überſtrömt...

Oh! das iſt gräßlich, murmelte Marianne ſchluch⸗ zend.Unglückliche Schweſter!

Es iſt ſehr zu bedauern, daß dieſe Scene in Ge⸗ genwart unſeres alten Freundes vorgefallen, ſprach die alte Jungfer;ich kenne den Stolz meiner Schwä⸗ gerin und von Aurelie. Ach! ſeht bei dieſem Anlaß nicht die geringſte Bitterkeit in meinen Wortenich bekräftige nur eine Thatſache; mir ſcheint es aber ſchwie⸗ rig ich will nicht ſagen unmöglich... es dahin zu bringen, daß Aurelie und ihre Mutter, wenn ſie uns von dieſen Umſtänden unterrichtet wiſſen, einwilligen, ſich uns zu nähern; die widrigen Gefühle ihrer verletzten Eitelkeit werden immer eine Kluft zwiſchen ihnen und uns befeſtigen.

Oh! meine Tante, glauben Sie, meine Mutter,

meine Schweſter werden unſern Bitten, den Beweiſen unſerer unwandelbaren Anhänglichkeit widerſtehen? Mein armes Kind, Du haſt die Erzählung von Foſeph gehört, er hat uns nichts verborgen, er durfte uns nichts verbergen. Erinnere Dich der leider begrün⸗ deten Anſchuldigungen, mit denen dieſe Frau, die belei⸗ digte Gattin, Aurelie und ihre Mutter überſchüttet hat. Erinnere Dich auch der entſetzlichen Worte, die dieſe