XXIII.
Die Tante Prudence, der Vetter Rouſſel und For⸗ tuns Sauval waren im Schlafzimmer von Marianne verſammelt, welche ſo eben, ihre von den Thränen ge⸗ rötheten Angen abwiſchend, zurückkam.
„Mein Vater ruht,“ ſagte ſie zu ihrem Manne, „ſein Zuſtand hat nichts Beängſtigendes, wie mich der Arzt verſicherte.“
Tief traurig, jedoch gefaßt, bildeten dieſe Mitglie⸗ der der Familie Jouffroy eine Art von Familienrath; ſie wollten gemeinſchaftlich überlegen, welche Beſchlüſſe in Folge der Ereigniſſe, deren Zeuge der Vetter Rouſſel am Morgen geweſen, zu faſſen ſeien. Von Rouſſel zu ſeiner Tochter und ſeiner Schweſter zurückgeführt, hatte ſich Herr Juufftoy, trotz der Verdunkelung ſeines Geiſtes, in ſeinem Bemüthe lebhaft ergriffen gefühlt beim Anblick der Tante Prudence, von Marlanne und Fortuné; dann hatte ihn eine Art von Ohnmacht befallen, und er war in einem Zu⸗ ſtand der Kraftloſigkeit geblieben, an welchem die Betäu⸗
bung und der Schlaf Theil hatten.
„Meine Freunde,“ ſprach die Tante Prudence mit ernſtem, bewegtem Tone,„Gott ſei Dank, mein armer Bruder iſt uns wiedergegeben! täuſchen wir uns indeſſen nicht, es iſt zu befürchten, daß ſich ſein Geiſt nie wieder völlig von dem Schlage erhebt, von dem er betroffen worden iſt! Doch wir werden wenigſtens fortan meinen
Die Familie Jouffroy. M. 1


