Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Sie vereinigen, vermöchte es nicht anders zu ſein; dieſe Willfährigkeit gegen die Wünſche Ihrer Familie iſt für mich ein höchſt glückliches Vorzeichen, denn eine Heirath iſt eine ſehr gewichtige, ſehr ernſte Sache, Fräulein Albine; aber glauben Sie mir, ich fühle die ganze Bedeutung der ſtrengen Pflichten, die ſie aufer⸗ legt, und ich werde ſie als ehrlicher Mann erfüllen, ebenſo wie Sie dieſelben als eine von der heiligen Aufgabe einer Gattin durchdrungene Frau erfüllen wer⸗ den, nicht wahr, Fräulein Albine?

Ja, mein Herr.

Wir werden nur einen Willen haben, Alles ſagt mir, es werde der Ihrige ſein, denn, ich bezweifle es nicht, er wird immer weiſe und vernünftig ſein; Ihr Herr Vater und Ihre Frau Mutter haben es mir oft geſagt, und ſeitdem ich die Ehre habe, Sie jeden Tag zu ſehen, vermochte ich zu erkennen, wie ſehr Ihre lie⸗

ben Eltern die Wahrheit ſprechen: Sie gehören nicht

zu den leichtfertigen jungen Perſonen, Fräulein Albine, die in der Ehe nur eine Gelegenheit zu eitlen Beluſti⸗ gungen, zu tollen Zerſtreuungen ſehen, auf welche immer Ueberdruß und Widerwille eintreten, wenn fie keine trau⸗ rigere Folgen haben. Gott ſei Dank! Sie werden Ihre Pflichten als Gattin beſſer begreifen, Sie werden immer auf der Höhe dieſes ernſten, beſchäftigten, ſtets zwiſchen den Sorgen für das Hausweſen und ſpäter für die Erziehung der Kinder getheilten Lebens ſein dieſes Lebens der Selbſtverleugnung, das nur ein Aus⸗ tauſch von gegenſeitigen Hingebungen, oft ſogar Auf⸗ opferungen zwiſchen dem Manne und der Frau iſt. Mein Herr... Sie ſchmeicheln mir...; ich weiß nicht. ob ich alle Eigenſchaften habe, haben werde, die Sie bei mir vorausſetzen.

Dieſe Beſcheidenheit, Fräulein Albine, würde mir die Verſicherung hierüber geben... kennete ich Sie nicht ſo, wie ich Sie kenne; ich habe ein wenig Er⸗