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cherheit einflößen, daß ich Alles ſage, was mir in den Kopf kommt; Madame d'Amberville, die vertraute Freundin der trefflichen Madame Raymond, gehört auch zu dieſer Zahl, und ich füge mich oft in die traurige Meinung, die man in meiner Familie von mir hegt, wenn ich mich erinnere, daß Madame Nay⸗ mond, dieſes lebendige Wunder, zuweilen zu Madame d'Amberville, da ſie von mir ſprach, ſagte:„Nach Allem, was Sie mir von ihr erzählen, erregen Sie in mir den lebhaften Wunſch, Fräulein Chevrier kennen zu lernen.“
Ach! liebe Hermance, warum bin ich nicht eine Madame Raymond! Ich rede nicht von ihrer Schönheit, die ſich, trotz ihrer fünf und vierzig oder ſechs und vierzig Jahre, auf eine ſo unglaubliche Art erhalten haben ſoll, daß ſie viele junge Frauen um ihre Leibesgeſtalt und um ihr reizendes Geſicht benei⸗ den würden! Ich ſpreche von ihrem erhabenen Ver⸗ ſtand, von ihrem edlen und großartigen Charakter, der der Heldenzeiten würdig, von dieſem Charakter, für den uns die Freundin Deiner Mutter fanatiſirt hat. Ach! wenn ich ſo begabt wäre, hätte ich ein volles Vertrauen zu meinen Eindrücken, zu meinen Urtheilen, ich hätte nicht die Schwächen, die Unentſchiedenheiten des Wil⸗ lens, die mich heute kraftlos machen; ich ließe nicht, wie ich Dir vorhin ſagte, meine Zukunft wider meinen Willen binden; ich würde dieſe Heirath ausſchlagen; ich würde feſt nein ſagen.
Und im Ganzen, warum ſollte ich nein ſagen? ich geſtehe Dir, Herr Fernand gefällt mir weder, noch mißffällt er mir.
In meinen vernünſtigen Augenblicken, das heißt, wenn ich mich geneigt fühle, auf den guten Rath mei⸗ ner Mutter zu hören, ſage ich mir: Ein Mann gilt ſo viel als der andere; es iſt eben ſo gut, wenn ich Herrn Fernand heirathe, als wenn ich einen Andern heira⸗


