Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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geht ihr; ſie rechnet mit der Köchin, und wir laufen keine Gefahr, unſere kleine Haushälterin könnte einen Additionsfehler nicht bemerken; doch Sie werden ſie ſ der Arbeit ſehen, Herr Fernand, Sie werden ſie ehen.

Nein, wir wollten aus ihr keine von den leicht⸗ fertigen, müßigen Frauen machen, die nur an den Putz, an das Vergnügen und an die Coquetterie denken, oder eine von jenen Schönſchwätzerinnen, die ſich Mühe geben, die Frauen von Geiſt nachzuäffen. Gott ſei Dank! un⸗ ſere Albine wird das ſein, was man eine wackere und gute Hausmutter nennt, ſie wird nur an ihren Mann, an ihre Kinder, an die Erhaltung der Oidnung und an die Sparſamkeit in ihrem Hausweſen denken. Doch Sie werden ſie ſehen, Herr Fernand, Sie werden ſie ſehen.

Und immer: Sie werden ſie ſehen!

Und immer: Das wird Ihre Frau ſein! Und ich bin ſo ſchwach, ſo albern, ſo ſchüchtern, dies in meiner Gegenwart wiederholen zu laſſen, nicht zu antworten, nicht nein zu ſagen; und ſo verbinde ich mich nach und nach wider meinen Willen durch mein Stillſchweigen.

Ich geſtehe Dir auch, daß ich es Anfangs ſehr un⸗ höflich fand, daß meine Mutter meinen Mangel an Geiſt unter die Zahl meiner Eigenſchaften als weſent⸗ liche Frau ſetzte.. Dadurch erfolgt, daß mich Fer⸗ nand, mit Hülfe meiner natürlichen Schüchternheit, auch, wie ſo viele Andere, dumm glauben und finden muß; was mich ſodann über die Lobeserhebungen meiner Mutter getröſtet hat, iſt der Umſtand, daß beim erſten Anblick Herr Fernand, ich weiß nicht warum, mich jene Kälte empfinden machte, die mir jedes Ver⸗ trauen raubt und mich lähmt; Du und Deine gute Mutter, Ihr ſeid dagegen immer von den Perſonen ge⸗ weſen, welche mir die Zunge löſen, mir zum Plau⸗ dern Luſt machen, mich beleben, und mir ſo viel Si⸗