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„Dieſe Perſonen wollten mich heirathen?“
„Allerdings zuerſt ein Notar und dann ein Banquier.. Wir haben ſeiner Zeit mit Dir davon geſprochen.“
„Und ehe ſie mich nur geſehen, verhandelten fie über den Betrag meiner Mitgift?“
„So geſchieht das immer. Aber wie kommſt Du mir denn vor? Du urtheilſt abermals wie ein Kind von zwei Tagen. Einigt man ſich nicht zuerſt über die Intereſſen und ſpricht dann erſt über die Perſonen?“
„So daß die Mitgift die Hauptſache bei der Hei⸗ rath iſt? Und dieſe zwei Männer, die mich zu heira⸗ then beabſichtigten, wollten mich nicht einmal ſehen, kennen lernen, um zu beurtheilen, ob ich nicht die hunderttauſend Franken werth ſei, die ſie mehr als mein Witgift verlangten?“
* gas Du auch hierüber ſagen magſt, das wird zan Ube ſein; das geht einmal ſo und wird im⸗ mer ſo gehen. Herr Fernand Dupleſſis hat übrigens nicht gehandelt; er iſt beinahe auf der Stelle mit Herrn Barantin über alle Gelbfragen einig geworden; die Zeugniſſe über dieſen jungen Mann ſind ausgezeich⸗ net. Er iſt acht und zwanzig Jahre alt, Du achtzehn, das iſt ein vortreffliches Altersverhältniß; er ſieht ſehr gut aus und ſteht uns in allen Beziehungen vollkommen an. Ich erkläre Dir auch, ſollteſt Du ſo wahnſin⸗ nig fein, eine vielleicht einzige Gelegenheit auszuſchla⸗ gen. Dein Vater und ich, wir wären in ſei und bei meiner Treue, Du könnteſt es einr chten wie Du wollteſt, um zu heirathen, wir würden uns nicht mehr darein miſchen.. Bedenke wohl, es iſt ſehr ernſt, was ich Dir da ſage: wir würden uns ſ1 mehr in Deine Verheirathung mi⸗
„Wahrhaftig? gewiß und wahrhaftig, liebe Mama? welch ein Glück! Du wirſt mich nach meiner Idee hei⸗ rathen laſſen, wann ich will, wie ich will?“
Fernand Dupleſſis. 1. 16


