Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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zu beurtheilen, ob man ſich anſteht; und in dieſen Län⸗ dern ſind beinahe alle Ehen glücklich.“

„Haſt Du geendigt?“

„Ja, Mama.“

„Da Du, Goitt ſei Dank, weder eine Deutſche, noch eine Amerikanerin, noch eine Engländerin biſt, ſo wirſt Du mir das Vergnügen machen, Dich nach den Gewohnheiten Deines Landes zu richten; nicht wahr, Du willſt denjenigen, welchen Du heirathen ſollſt, ken⸗ nen lernen? Nichts kann einfacher ſein; ſage heute ſchon:„Mama, Herr Fernand Duvleſſis ſteht mir an.““ Morgen, mein Kind, werden wir Dich Herrn Fernand vorſtellen; er wird uns alle Tage ſeinen kleinen Be⸗ ſuch machen, und in meiner Gegenwart werdet Ihr dann mit einander plaudern, ſo viel Ihr wollt... Doch Du begreilſt wohl, wenn wir einem jungen Manne einen vertraulichen Eintritt in unſer Haus geſtatten ſollen, ſo muß er von Dir zum Voraus und unwider⸗ ruflich als derjenige angenommen ſein, welcher Dein Gatte werden wird.“

„Alſo muß ich mich verſprechen, ehe ich weiß, mit wem ich mich verſpreche?“

„Ich ſage Dir noch einmal, wir wiſſen es, wir, die wir für Dein Glück verantwortlich find. Genügt das nicht? Herr Fernand Dupleſſis hat ſieben und vierzigtauſend Livres Einkünfte in vortrefflichen An⸗ lagen, ein herrliches Gut im Berry. Du glaubſt, man finde immer ſolche Partien?.. Denn ich weiß am Ende nicht, was Du denkſt. Du mußt nicht glauben, Du ſeiſt aus dem Dickbeine Jupiters hervorge⸗

gangen, wie man zu ſagen pflegt; Du haſt nur hun⸗ derttauſend Thaler Mitgift. Zwei Heirathen, die in Wahrheit nicht ſo viel werth waren, als diejenige, von welcher jetzt die Rede iſt, ſind ſchon geſcheitert, weil man viermalhunderttauſend Franken haben wollte... ſtatt dreimalhunderttauſend gewiß„aber was kann Dich rühren?“