Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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„Wie, Mama, dieſer junge Mann?. das wäre ein Freier?“

„Ja Iſt das klar?“

„Und Du ſagſt mir das jetzt erſt?... Wäre ich wenigſtens davon unterrichtet geweſen, ich würde ihn anders angeſchaut haben.“

„Was ſchwatzeſt Du mir da, mit Deinem an⸗ ders?“

„Ich hätte dieſen Herrn angeſchaut, wie man einen Freier, wie man mit einem Wort einen Menſchen an⸗ ſchaut, der unſer Mann werden kann.“

„Ah! es gibt alſo zweierlei Manieren, die Leute anzuſchauen.“

„Du fragſt mich ich antworte Dir.“

„Du antworteſt mir etwas, was keinen Sinn hat, denn auf welche Art würdeſt Du dieſen jungen Mann betrachtet haben, hätteſt Du gewußt, daß man ihn als eine Partte für Dich vorgeſchlagen?“

„Ich weiß es nicht, Mama, doch mir ſcheint, ich hätte ihn auf eine andere Art angeſchaut.“

„Laß mich doch in Ruhe, das ſind Kindereien, und auf welche Art Du dieſen jungen nn auch betrach⸗ tet haben magſt, Du haſt ſehen m„daß er brünet, groß und ſchlank iſt.“

„Ja, Mama.“

„Daß er eine reizende Tournure hat; kurz, daß er das iſt, was man einen ſehr hübſchen Mann nennt.“

„Es iſt möglich.“

„Du findeſt dieſen Herrn alſo nach Deinem Ge⸗ ſchmacke, Rehchen?“

„Ich kann das nicht gerade ſagen.“

„Mit einem Wort, wenn uns die Partie aus mehreren Gründen anſtände, Du hätteſt keinen Wider⸗ willen, dieſen jungen Mann zu heirathen? Denn vor Allem, mein Kind, wollen wir Dir durchaus freie Wahl laſſen, Dich in keiner Hinſicht zwingen.“

„Wenn ich dieſen Herrn beſſer kennete, wenn ich

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