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Ich weiß es nicht; doch ſie iſt ſicherlich die Frau, an die ich am meiſten in meinem Leben gedacht habe!
Kehren wir zu Fräulein Albine Chevrier zurück, Sie iſt blond, und ich finde es ſo unverſchämt, wenn man ſich blond zu ſein erlaubt, daß ich nie eine andere Geliebte, als mit ſchwarzen oder braunen Haaren ha⸗ ben wollte.
Ein Grund mehr, um eine blonde Frau zu nehmen; das wird die Zurückhaltung, ich möchte beinahe ſagen, die Kälte vermehren, welche, ſelbſt abgeſehen von ge⸗ bieteriſchen Geſundheitsrückſichten, jeder vernünftige und erfahrene Mann in das eheliche Leben bringen muß.
Seine Frau wie eine Geliebte behandeln heißt in ihr eine ganze Klaſſe von Empfindungen und Ideen erwecken und entwickeln, welche gefährliche Vorgänge werden, wenn, nach dem unvermeidlichen Lauf der Dinge, die Zeit die Gluth der erſten Monate der Ehe in Eis verwandelt hat.
Und dann endlich iſt es albern, eine tiefe Ruhe in der Ehe zu ſuchen, wenn man thöricht genug geweſen iſt, ſelbſt darein jene leidenſchaftlichen Gährungsmittel zu bringen, welche die Liebſchaften ſo aufgeregt, ſo fieberhaft und in die Länge ſo unerträglich machen.
Fräulein Chevrier vereinigt alſo körperlich Alles, was es braucht, um mir weder Verlangen, noch Wider⸗ willen einzuflößen. Wenn ich mich nicht ſehr täuſche, wird mir dieſer mezzo termine beinahe ſichere Bürg⸗ ſchaften der Ruhe und des Glückes bieten.
Herr Chevrier, der Vater von Albine, ſcheint mir ein guter Menſch oder, um mich beſtimmt zu erklären, ein Dummkopf zu ſein... geſchaffen und in die Welt geſetzt, um als ein ehrerbietiges, ſchüchternes Echo Alles zu wiederholen, was Madame Chevrier ſagt; dieſe mußte einſt das ſein, was man eine ſchöne Frau nennt;z übrigens iſt ihr Geiſt platt, und ſie iſt weſent⸗ lich bürgerlich; ich bin weit entfernt, mich hierüber in Beziehung auf mich zu beklagen. Von einer ſolchen


