Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
Einzelbild herunterladen

230

Herr Chevrier:— Einzig und allein, um hierüber unterrichtet zu ſein.

Der Notar:— Herr Fernand Dupleſſis iſt ein ſehr hübſcher Junge, groß, ſchlank gewachſen, von einer ausgezeichneten Tournure.. Kurz.. meine liebe Madame Chevrier,(Lachend.) er hat Unglückliche gemacht... He! he! he! viele Unglückliche.. der Ruchloſe! Damit iſt Alles geſagt... He! he! hel...

Madame Chevrier, auch lachend:— Ha! ha! ha! ſehen Siel er hat Unglückliche gemacht, dieſer ſchöne Herr! Bei meiner Treue, deſto beſſer: die ehe⸗ maligen ſchlimmen Subjecte ſind oft die beſten Ehe⸗ männer.

Herr Chevrier, auch lachend:— Hel! he! he! ſie ſind vortreffliche Ehemänner.

Madame Chevrier:— Dieſe Partie würde uns in tauſend Beziehungen ſo ſehr gefallen, mein lie⸗ ber Herr Barantin, daß ich nur Eines befürchte: Al⸗ bine werde Ibrem Herrn Dupleſſis nicht anſtehen.

Herr Chevrier:— Es wäre nur das! Wenn zum Beiſpiel Albine ihm nicht anſtände?

Der Notar:— Albine iſt ſehr hübſch; ich ver⸗ bürge mich zum Voraus dafür, daß ſie meinem jungen Manne anſtehen muß. Ueberdies, wenn man ſo mit acht und zwanzig Jahren heirathet, um den Frieden, das Familienleben zu koſten, feſſelt man ſich viel mehr an das Herz, an den Charakter, als an das Aeußere. Seien Sie alſo auf dieſer Seite unbeſorgt. Ich möchte nur ſicher ſein, daß Fräulein Albine Herrn Dupleſſis annimmt.

Madame Chevrier:— Können Sie daran zweifeln? hat meine Tochter einen Willen? Wird ſie nicht Alles thun, was wir wollen? Wenn wir zu ihr ſagen:„Mein Rehchen, wir haben für Dich eine herr⸗ liche Heirath, ſie ſteht uns in jeder Beziehung an, ſie muß Dir alſo auch anſtehen;“ wird ſie nicht antwor⸗