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Madame Chevrier:— Andererſeits jedoch hat ein Beruf das Gute, daß er beſchäftigt.
Herr Chevrier:— Was einem nothwendig etwas zu thun gibt.
Der Notar:— Allerdings, meine Freunde, iſt der Müßiggang gefährlich, wenn er einen dazu führt, daß man Albernheiten begeht; doch bei Herrn Fernand Dupleſſis iſt das nicht ſo. Sie erſehen aus dem, was ich Ihnen geſagt, daß er nie einen üblen Gebrauch von ſeinem Vermögen gemacht hat, und für uns Ge⸗ ſchäftsleute iſt das ein bezeichnender Vorgang.
Madame Chevrier:— Sagen Sie nun, mein lieber Herr Barantin, wie iſt der Charakter dieſes Mannes?
Herr Chevrier:— Oh! ja, es wäre gut, wenn man ſeinen Charakter kennen würde.
Der Notar:— Fernand Dupleſſis iſt das, was man einen vortrefflichen Jungen nennt, offenherzig, freigebig ohne Verſchwendung, lebt gern gut und iſt dienſtfertig, wann er kann; ich ſpreche hier mit Ihnen nicht als Notar, ſondern als Freund; überdies werde ich Ihnen jede wünſchenswerthe Ausfunft über die Moralität von Herrn Dupleſſis verſchaffen; es verſteht ſich, daß ich die Jugendſtreiche, die Liebſchaften heiſeit laſſe, denn, redlich geſtanden, ein Mann erreicht nicht ſein acht und zwanzigſtes Jahr, ohne da und dort eine Geliebte gehabt zu haben.
Madame Chevrier:— Man müßte hirnkos ſein, um das Unmögliche zu verlangen.
Herr Chevrier:— Man würde ſich der Ueber⸗ treibung ſchuldig machen.
Madame Chevrier:— Aber wiſſen Sie, daß Sie, wenn Ihrem Herrn Dupleſſis bei dieſem Portrait nicht geſchmeichelt iſt, das Recht haben, ihn uns als einen Phönir vorzuſchlagen! Und ſein Aeußeres? Das iſt allerdings ſehr untergeordnet, aber man kann ſich am Ende danach erkundigen.


