Herr Chevrier:— Ah! ja, die Perſon, lieber Freund?
Der Notar:— Herr Fernand Dupleſſis(das iſt mein junger Mann) zählt acht und zwanzig Jahre. Ich war der Freund ſeiner Großmutter, die ihn erzogen hat. Anfangs iſt er Page und Garde⸗du⸗corps geweſen. Beim Tode ſeiner Großmutter hat er den Militärſtand verlaſſen, um von ſeinen Renten zu leben. Als er volljährig wurde, war er daher Herr ſeiner Perſon und ſeines Vermögens. Sie fühlen wohl, bei einer ſolchen Leichtigkeit, ſich zu beluſtigen, werde ich Ihnen nicht erzählen, Herr Dupleſſis habe ſich immer wie ein Cato aufgeführt.
Madame Chevrier:— Wir würden es Ihnen nicht glauben, Herr Barantin.
Herr Chevrier:— Wir könnten Ihnen das unmöglich glauben, lieber Freund.
Der Rotar:— Herr Dupleſſis hat alſo ein tüchtiges Junggeſellenleben geführt; während er ſich aber viel dem Vergnügen überließ, hat er nicht, wie ſo viele andere Sauſewinde, ſein Vermögen auſgezehrt oder geſchmälert; weit entfernt hievon, legte er, indeß er ſehr anſtändig lebte, ein Jahr ins andere gerechnet, ungefähr zehntauſend Franken zurück; ich habe immer ſein Vermögen verwaltet, ich bin ſein Banquier gewe⸗ ſen, Sie können mir alſo glauben.
Madame Chevrier:— Alles dies kündigt ſich immer beſſer an. Ein junger Mann, der, Herr ſeiner Perſon, zwanzig Jahre alt, ſo ſein Vermögen erhält, muß ein Menſch von Verſtand ſein. Er hat alſo keinen Beruf?
Der Notar:— Nein.
Madame Chevrier:— Mit ſeinem Vermögen bedarf man allerdings kaum eines Berufes.
Herr Chevier:— Man kann deſſelben ſtreng genommen ſogar entbehren..
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