Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Apypetit eſſen; die Verdauung wird mühſam für ſie.. Im Ernſte geſprochen, Sie müſſen ſich in Acht nehmen. Ihre Conſtitution iſt ohne Zweifel gut; aber Sie be⸗ dürfen der Pflege, großer Schonung. Dieſer trockene kleine Huſten iſt ein ärgerliches Symptom.. Es ſind mehr als ſechs Monate, daß ich Ihnen ein unfehl⸗ bares Mittel, ſich davon zu befreien, angeboten habe. Vor Allem mußten Sie ſich vom Kopf bis zu den Füßen in Flanell hüllen... Sie wollten nicht.

Ich:— Ich wollte nicht... Sie wiſſen wohl, daß...

Der Doetor:— Ich weiß wohl, daß es, wenn man den Schönen, den Don Juan ſpielt, unange⸗ nehm iſt, wie eine Mumie in Flanell gewickelt, und beſonders mit einem... Fontanell geſchmückt zu ſein.

Ich:— Ah! Doctor, ſprechen Sie dieſes entſetz⸗ liche Wort nicht aus.

Der Doctor:— Gut! außer dem Flanell mit einem Erutorium geſchmückt zu ſein, da Sie die Rohheit des andern Ausdrucks erſchreckt; doch vor Allem muß man wiſſen, ob Sie am Leben hängen, ja oder nein?

Ich:— Ob ich daran hänge!— Gewiß, und zwar ſehr.

Der Doector:— Nun alſo, wenn Sie Ihre Le⸗ bensordnung nicht völlig ändern, und beſonders, wenn Sie das einzige Mittel, ſich von Ihrem chroniſchen Huſten zu heilen, ausſchlagen, ſo ſetzen Sie ſich, wenn nicht einem nahen Ende, doch wenigſtens einem ſehr frühzeitigen, ſehr kränklichen Alter aus... Steht Ihnen das an?

Ich:— Durchaus nicht. Doch welche Lebensord⸗ nung rathen Sie mir zu befolgen?

Der Dortor:— Ich habe es Ihnen ſchon ge⸗ ſagt: Sie müſſen ein regelmäßiges, ruhiges Leben füh⸗ ren, auf die Weiber und die Tafelerceſſe verzichten, früh zu Bette gehen, vorzugsweiſe auf dem Lande wohnen, wo Sie eine geſunde Luft genießen werden, ſtatt