Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Leben von Paris; während der Muße dieſer ruhigen

und zurückgezogenen Exiſtenz erwachte beſonders oſt in

ſeinem Herzen die Erinnerung an Madame Raymond.

Wir nehmen die Denkwürdigkeiten von Fernand

Dupleſſis bei der Stelle wieder auf, wo er die Beweg⸗ gründe und Umſtände ſeiner Heirath auseinanderſetzt. E. S.

XXII.

Es liegt etwas Seltſames in der Art, wie ſich ge⸗ wiſſe Heirathen, genannt Convenienzheirathen, das heißt, die ungeheure Mehrzahl der Heirathen, bilden.

Man vernehme, wie und bei welcher Gelegenheit ich mich zum erſten Male verheirathet habe.

Ich ziehe die folgenden Blätter aus dem Tagebuch aus, das ich während meiner Verbindung mit Cefarine Durand zu ſchreiben angefangen,— ein oft unterbro⸗ chenes Tagebuch, worin ſich aber dennoch die Haupt⸗ begebenheiten meines Lebens finden.

Am 5. September 1828, gegen Mittag, beſuchte † mich mein Arzt; wir hatten folgende Unterredung:

Der Doetor:— Entſchuldigen Sie mich, lieber Freund, daß ich ſo ſpät komme; ich bin bei einer Con⸗ Li aufgehalten worden... Ah! was haben Sie?“

Ich:— Seit einiger Zeit empfinde ich ein Un⸗ behagen.. eine ziemlich große Schwäche... dann iſt der Bruſthuſten, den Sie kennen, bei mir wiederge⸗ kehrt; kurz, ſeit ein paar Tagen fühle ich mich nicht

Der Doctor:— Weil wir nicht velſnftig ge⸗ weſen ſind! weil wir nicht Einhalt thun wollen, weil

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