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ſen, daß mein Herz wohlwollend, mein Charakter leicht und veränderlich iſt; vielleicht übertreibe ich mir ſo⸗ wohl meine Erkaltung gegen Sie, als auch die ſchlim⸗ men Chancen, die ich in unſerer Ehe erblicke.
„Iſt dieſe Heirath einmal vollzogen, ſo werde ich vielleicht, halb aus Nothwendigkeit, halb aus Bequem⸗ lichkeit des Charakters, dahin kommen, daß ich das eheliche Leben weniger traurig anſehe; vielleicht wird ſogar dieſe Vaterſchaft, welche heute meinem Herzen beinahe gleichgültig, mir eines Tages ſüß und theuer werden.
„Wird es ſo ſein? Ich bin weit entfernt, es Ihnen zu verſichern.. Doch am Ende iſt es möglich.
„Ich kann nicht für die Zukunft ſtehen; ſicher bin ich nur der Gegenwart, deſſen, was ich heute empfinde.
„Ich flehe Sie an, meine liebe Ceſarine, glauben Sie nicht, ich verberge einen feigen Hintergedanken unter dem Anſchein einer rauhen Offenherzigkeit; nein,
ich will Ihr Herz nicht auf eine unheilbare Art ver⸗
wunden, um Sie gleichſam moraliſch zu zwingen, auf
das Recht zu verzichten, das Sie auf mich haben. „Wäre dies mein Gedanke geweſen, ſo hätte ich
Ihnen nicht geſagt, ich gebe, vielleicht unwillkürlich,
übertriebenen Befürchtungen nach, und es ſei möglich,
daß ich ein beſſerer Ehemann werde, als ich denke... „Und dann endlich, wäre ich falſch und feig, ſo hätte ich heute Nacht eine lange Reiſe unternehmen und Sie mit meinem Zufluchtsorte unbekannt laſſen können. „Nein, nein, das wäre unwürdig geweſen; ich habe es nicht gewollt, ich zog es vor, Ihnen die ganze ahrheit zu ſagen und mich zu Ihren Be⸗ fehlen zu ſtellen. „Ein letztes Wort, meine liebe Ceſarine. Man kann verheirathet ſein, ohne mit einander zu
leben. Ich erkläre Ihnen bei meiner Ehre, daß ich,
wenn Sie meinen Namen annehmen der 1


