Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Der Schall des Geräuſches war um ſo mächtiger, je tiefer die Stille, die im Hauſe herrſchte.

Ich erinnerte mich der Erſcheinung des Mannes mit dem blonden Barte an einer von den auf den Gar⸗ ten gehenden Manſarden, und ich ſchaute verſtohlen nach Jean und ſeiner Mutter, in dem Moment, wo ſie raſch einen Blick der Beſorgniß wechſelten.

„Oh! die verdammte Katze des Nachbars macht wieder ihre Streiche da oben auf dem Speicher,“ ſagte kalt die alte Dienerin.

Und ſie ging ruhigen Schrittes hinaus.

Abgeſehen vom Austauſch eines Blickes, den ich erlauert, blieben Jean und ſeine Mutter unempfindlich.

Madame Raymond machte auf das Liebenswür⸗ digſte die Honneurs bei unſerem Gouter, ohne daß ſie die Einfachheit deſſelben zu entſchuldigen ſuchte.

Nachdem wir einige unbedeutende Phraſen über das Collége und unſere Beſchäftigungen gewechſelt hat⸗ ten, fragte mich Madame Raymond mit einem mütter⸗ lichen Wohlwollen:

„Nach welchem Ziele lenken Sie Ihre Studien, Sfit Fernand? Welche Laufbahn gedenken Sie zu ver⸗ folgen?“

„Wenn ich hievon mit meiner Großmutter ſpreche, Madame, ſo antwortet ſie mir:„Mein Kind, beun⸗ ruhige Dich nicht; Du mußt Deine Studien machen wie Jedermann; doch, Gott ſei Dank, Du haſt kein Gewerbe nöthig, um zu leben Fühlſt Du indeſſen ſpäter einen Beruf in Dir für die eine oder die andere Laufbahn, ſo wird es immer noch Zeit ſein, ſich hiemit zu beſchäftigen.““

„Und dieſen Beruf fühlen Sie noch nicht in ſich?“ fragte mich Madame Rahmond.

Da ich mich in den Augen der Mutter meines Freundes erhöhen und ſie meine unglückliche Mus ca⸗ din⸗Tracht vergeſſen machen wollte, indem ich mich gleichſam in der Perſpective in eine glänzende Uniform

Fernand Dupleſſis.. 4