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„Und im Gefängniß hat ſich unſere Freundſchaft mit Jean befeſtigt, Madame! Bei der berühmten Ver⸗ ſchwörung der Zuglampen!!“ rief ich nicht wenig ſtolz, mich der Mutter meines Freundes unter einem ſo herviſchen Lichte zu zeigen.„Ja, Madame, ich war bei dieſer Verſchwörung.
„Obgleich eine Mutter ſich ſtreng zeigen muß gegen die Fehler und die Verſchwörung ihres Sohnes,⸗ erwiederte die Frau ſanft lächelnd,„ſo entſchuldige ich doch unwillkürlich Jean ein wenig, weil er mit einem von jenen Charakteren begabt iſt, welche die Ungerech⸗ tigkeit empört.„; und ich weiß„da er es mir geſagt hat, daß er nie an einer von Euren Schüler⸗ verſchwörungen Theil genommen, wenn ſie nicht durch eine Ungerechtigkeit hervorgerufen worden war!“
„Das iſt die Wahrheit, Madame,“ rief ich,„Jean und ich, wir verſchwören uns nie ohne Beweggründe. ſ man aber Ungerechtigkeiten an uns begeht, oh!
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Ich mußte dieſes oh! dann mit einem drohenden und ſehr tragiſchen Tone ausſprechen, denn ein ſchlecht verhehltes Lächeln ſchwebte über die Lippen von Ma⸗ dame Raymond, welche ſelten lächelte.
Dieſes Lächeln kam mir billigend vor; es ermu⸗ thigte mich, und ich fügte bei:
„Das iſt wie bei der Geſchichte mit dem Koſaken, wo Jean ſich ſo unerſchrocken gezeigt hat, Madame; wäre es mir eingefallen, ich hätte es gemacht wie er, und ſollte man mich auf dem Platze erſchoſſen haben.“
„Oh! hierüber habe ich meinen Sohn geſcholten, Herr Fernand,“ erwiederte Madame Raymond.„Ich hatte ihm allerdings einen Brief aus Lothringen vor⸗ geleſen, worin man mir die von den Koſaken an Grei⸗ ſen, Weibern und Kindern begangenen Grauſamkeiten erzählte. Wir waren über dieſe Gräuel entrüſtet ge⸗ weſen: doch ſeine Entrüſtung hat Jean zu weit fort⸗ geriſſen. Es iſt allerdings vortrefflich, Koſaken zu


