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„In der That, das wunbert mich..5
„Fernand, ich wünſche Dir, Du mögeſt ein Dutzend Freunde finden, wie dieſe ſind, und Du wirſt dem größten Mißgeſchick trotzen können.“
In dem Moment, wo Jean dieſe Worte mit einer nachdenkenden Miene ſprach, ereignete ſich etwas Son⸗ derbares vor meinen Augen.
Sehr niedrig, beſtand das Haus nur aus einem Erdgeſchoß und einem Dachwerk darüber. Während ich nun meinem Freunde zuhörte, blickte ich maſchinen⸗ mäßig nach den im Dachwerke angebrachten Oeffnungen, welche ohne Zweifel einem Speicher Luft zu geben hatten, der als Trockenboden diente, wie mehrere auf Seilen ausgebreitete Stücke Wäſche andeuteten. Plötz⸗ lich ſah ich eines von dieſen weißen Tüchern ſich zurückbiegen, als ob es von innen Jemand vorſichtig auf die Seite gezogen hätte; dann erſchien vor meinen Blicken ein bleiches, halb mit einem langen blon⸗ den Barte bedecktes Mannsgeſicht. Dieſe Erſcheinung dauerte nur eine Sekunde; doch ich konnte die Züge dieſes Mannes und die Art, wie er gekleidet war, bemerken. Ohne Zweifel erblickte er uns, Jean und mich, im Garten, denn er zog ſich raſch zurück, da er vielleicht erſchaut worden zu ſein befürchtete.
In ein Nachſinnen vertieft, hatte Raymond wahr⸗ ſcheinlich nichts von dem, was ich wahrgenommen, be⸗ merkt; ich öffnete den Mund, um ihm dieſen ſeltſamen Vorfall mitzutheilen, als die alte Dienerin wieder an der Stubenthüre erſchien und Jean winkte.
„Komm, Fernand,“ ſagte er zu mir, indem er auf⸗ ſtand,„meine Mutter kann uns empfangen, ich will Dich ihr vorſtellen.“
Ich folgte Raymond und verſchob es auf einen andern Augenblick, mit ihm von der Erſcheinung des Mannes mit dem blonden Barte zu ſprechen.
Als wir bei der Mutter meines Freundes eintra⸗
ten, ſah ich Folgendes:
Die Stube, in welche uns die alte Ditnerin ein⸗


