Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Jean lachte und erwiederte.

„Du haſt Charpentier gehört? Es iſt wahr, von Dir ſprechend ſagte er zu mir:„„Dieſer Junge da ſieht nicht aus wie ein Menſch von ſeinem Alter; er iſt gekleidet wie ein wahrer Muscadin Das iſt zu frühe.““

„Nun erkläre ich mir,“ ſprach ich zu Rahmond ebenfalls lachend,„nun erkläre ich mirdas Erſtaunen, das ich dieſem Herrn verurſachte, denn ſeit meinem Eintritt bei Dir hörte er nicht auf, mich anzuſchauen wie ein ſeltſames Thier, und ich geſtehe, das ſetzte mich ſehr in Verlegenheit.“

„Ich leugne es nicht, die Freunde meiner Mutter haben keine ſehr verfeinerte Manieren; ſie wiſſen weder ihr Erſtaunen, noch ihre Gedanken zu verbergen. Aber höre,“ fügte Jean mit bewegtem, tief überzengtem Tone bei,„die Männer, die Du ſo eben geſehen, ſind die die redlichſten Leute, die es auf der Welt g bt.“

„Und was machen ſie bei Deiner Mutter?“ fragte ich Jean mit einer naiven Neugierde.

Einen Augenblick zog er ſeine ſchwarzen Brauen mit einer ärgerlichen Miene zuſammen; dieſer Ein⸗ druck dauerte nicht lange, er ſagte freundlich zu mir:

„Was machen bei Deiner Großmutter die Freunde, die ſie empfängt?“

„Sie ſie beſuchen ſie.“

„Was iſt alſo Erſtaunliches dabei, daß die Freunde meiner Mutter dieſe beſuchen?“

nichts e iſt

„Es iſt?“

Ich ſchwieg, da ich meinen Satz nicht zu vollenden wagte. Jean nahm mich herzlich bei der Hand und fuhr fort:

„Armer Fernand! immer dieſes Verſchweigen! ſage doch ſogleich, Du begreifeſt nicht, daß meine Mutter ſo arme Leute zu Freunden habe.“