Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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ſuchte ſein Geſicht abzuwenden, um ſeine Thränen vor uns zu verbergen.

„Du weinſt, mein armer Hyaeinthe,“ ſprach Rah⸗ mond mit rührendem Tone Zzu ihm.„Ich weiß, was Dich betrübt.“

„Was willſt Du damit ſagen? Jean.“

„Ich werde am Sontag bei der Großmutter von Fernand zu Mittag ſpeiſen, und er ſoll bei meiner Mutter goutiren; unſere Verwandten, welche wiſſen, wie ſehr wir Dich lieben, hatten uns gebeten, Dich auch mitzubringen...

Hyacinthe machte unwillkürlich eine Geberde des Zweifels.

Jean fuhr fort:

„Du weißt, ich lüge nie glaube mir alſo; ich wiederhole Dir, unſere Verwandten hatten Dich auch eingeladen.“

Das Geſicht von Hyaeinthe klärte ſich auf; Ray⸗ mond ſprach weiter:

„Aber höre, was uns abgehalten hat, Dir etwas von dieſer Einladung zu ſagen,“ fügte Jean mit be⸗ wegter Stimme bei;„wir befürchteten, wenn Du uns mit jenen Zärtlichkeiten überhäuft ſäheſt, die Du nicht kennſt, armer Freund, ſo würde Dir das wehe thun, denn wir find vertraut mit Deiner Empfindlichkeit. Wir zögerten dann, Dir dieſe Einladung mitzutheilen, und kamen überein, Dir nichts zu ſagen, bevor wir reiflich überlegt hätten; da man aber eher eine Fliege abhalten würde, zu ſummen, als Fernand zu ſchwatzen, ſo hat er vorhin nicht verfehlt, auf unſern Ausgang am Sonn⸗ tag anzuſpielen. Dies, mein Freund, iſt die Wahrheit, die ganze Wahrheit.. Ich wiederhole, Du kennſt mich, und Du wirſt mir glauben... Ich brauche Dir nicht zu ſagen, daß, wenn Du mit uns kommen willſt, das Feſt vollſtändig ſein wird.“

Viele Jahre ſind ſeit jener Zeit vergangen, und es iſt mir, als ſähe ich noch das ſo kummervolle Geſicht

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