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„Wie kannſt Du ſo grauſam dieſen armen Hya⸗ einthe durch Deine alberne Schwatzhaftigkeit verwun⸗ den! er wird ſich von unſeren Verwandten verachtet glauben!“„
Und er fügte mit wachſender Entrüſtung bei:„Du machſt Dir alſo keine Vorſtellung von dem, was er leiden muß? Du ſetzeſt Dich alſo nicht an ſeine Stelle?“
„Was willſt Du? ich beklage meine Indiseretion; doch es gibt ein Mittel, Alles wieder gut zu machen, wir brauchen Hyacinthe nur einzuladen.“
Jean zuckte die Achſeln.
„Das iſt noch ſchlimmer! ihn einladen nach dem Vorfall, als ob man ſich eines Beſſeren beſonnen hätte, und aus Mitleid! zwei Demüthigungen für eine. Doch ſchau' fiehſt Du ihn?“ ſagte Raymond.
Und er zeigte mir aus dem großen Hofe, wo wir uns zur Stunde des Veſperbrods befanden, in der Ferne, vereinzelt auf einer Bank ſitzend, Hyaeinthe, der ſein Brod auf ſeinem Schvoße hielt und beiſeit weinte.
„Das thut mir wehe,“ rief Jenn„ich kann ihn nicht ſo unglücklich ſehen; wir müſſen ihm Alles ge⸗ ſtehen. Komm.“
„Was denkſt Du?“ rief ich;„Du willſt es wagen, ihm ſo viel Kummer zu machen! Du willſt ihm mit⸗ theilen, daß..
„Ja, ich werde es wagen, aufrichtig zu ſein,“ unterbrach mich Raymond die Achſeln zuckend;„ja, ich werde es wagen, Hyaeinthe zu tröſten, ich werde es wagen, ſeinen Gram zu beſchwichtigen; ſchlimm für Dich, wenn Du nicht dieſen Muth haſt.. Ah! Du wirſt immer derſelbe ſein.“
Und ohne auf meine Antwort zu warten, lief Brutus gerade auf unſern Freund zu. Dieſer war ſo in ſeinen Schmerz verſunken, daß er es nicht ſah, als wir uns ihm näherten; ſobald er aber die Stimme von Jean vernahm, erhob er ſich z und


